Tuesday, August 05, 2008
Good luck for Hongkong/Peking
Team Tabasco wünscht insbesondere Dibo, aber natürlich dem gesamten deutschen Team pferdammt gute Ritte und viel viel Freude auf den olympischen Spielen in Hongkong!!!
Tuesday, July 22, 2008
Uelzener Huntercup - Finale 2008
Am Sonntag fuhren wir - Team Tabasco Eventing - nach Erbach/Odenwald, um das Finale des Huntercups zu reiten. Es gab im Vorfeld einigen Online-Stress mit der Online-Nennung, der sich jedoch glücklich fügte - und mit der Kopfnummer 400 muß man doch wirklich reiten!! Und nicht zuhause bleiben. 2 Tage davor waren wir noch bei Rolf Petruschke zum Training lösender Arbeit (...), und nun...
In Erbach strahlender Sonnenschein und ein lockeres motiviertes Pferd. Ich habe ja mittlerweile gelernt, daß das nicht selbstverständlich ist, sondern daß ich dankbar sein darf, selbst ok zu sein und ein fittes, gesundes, ehrliches, vermögendes, feines Pferd reiten zu dürfen. Zum Ambiente in Erbach ist erneut zu sagen, daß es einfach sehr angenehm dort ist: ein eher "größeres" Turnier mit vielen Profis und bis M** Springen ausgeschrieben, ein toller Platz, schöne Sprünge und auch ein professionelles Richterteam, das verstanden hat, worum es in der FN Hunterklasse geht und das entsprechend ansprechend für Zuschauer und Reiter kommentiert. Dazu kurze Wege und wegen des angrenzenden Wiesenmarkts* (nur deswegen?) auch einige Zuschauer und gute Stimmung.
Nun, die No. 400 war gleich der erste Starter - wir kamen mit 78% raus. Das ist irgendwie meine Glückswertung, mit 78% hab ich bisher fast immer gewonnen. Und hier auch wieder! Riesen-Freude!! Vor allem über die großzügigen Ehrenpreise und die wirklich todschicke Paradedecke für Tabasco hab ich mich riesig gefreut.
* Der Erbacher Wiesenmarkt, so lernte ich, ist das größte Volksfest in Hessen.
In Erbach strahlender Sonnenschein und ein lockeres motiviertes Pferd. Ich habe ja mittlerweile gelernt, daß das nicht selbstverständlich ist, sondern daß ich dankbar sein darf, selbst ok zu sein und ein fittes, gesundes, ehrliches, vermögendes, feines Pferd reiten zu dürfen. Zum Ambiente in Erbach ist erneut zu sagen, daß es einfach sehr angenehm dort ist: ein eher "größeres" Turnier mit vielen Profis und bis M** Springen ausgeschrieben, ein toller Platz, schöne Sprünge und auch ein professionelles Richterteam, das verstanden hat, worum es in der FN Hunterklasse geht und das entsprechend ansprechend für Zuschauer und Reiter kommentiert. Dazu kurze Wege und wegen des angrenzenden Wiesenmarkts* (nur deswegen?) auch einige Zuschauer und gute Stimmung.
Nun, die No. 400 war gleich der erste Starter - wir kamen mit 78% raus. Das ist irgendwie meine Glückswertung, mit 78% hab ich bisher fast immer gewonnen. Und hier auch wieder! Riesen-Freude!! Vor allem über die großzügigen Ehrenpreise und die wirklich todschicke Paradedecke für Tabasco hab ich mich riesig gefreut.
* Der Erbacher Wiesenmarkt, so lernte ich, ist das größte Volksfest in Hessen.
Impressions...
Sunday, July 13, 2008
She's working on the 90% (again) (Tabasco's speaking)

Well it's about time that I get to speak in my diary and today I insist. I did not feel so good the last months - something ouched but I could not tell her and she did not find it. I felt that she felt that sth ouched and therefore she did not ride me as hard as usual. -- Now she did something to it, and apparently I feel a lot alot A LOT better. Maybe it was because I heard about her plans to show me in the big eventing playing ground in Lauterbach next month.
Friends, yesterday I was a lucky horse! I mean I am tired today, with my buddies out in the pasture, but boy that was fun yesterday! She took me with her funny husband who always accompanies us and he basically tries to get me to pee after one start and before the next. Strange, because I want to pee at home and then it took me a while to understand that peeing in-between starts in x-country is a big relief. Now it's good when her funny husband is with us because we go out to pee during the day.
That was a good ground to run on in - I believe the name of the place was Kaisersesch. If sth is real good I have to show her so she knows and does not stop me from going. We went in the course three times. First in hard rain, in the morning, sorry that was nothing to take serious, I did not know whether she wanted me to jump them or trot them, those little tiny things. But I guess I did right, I jumped. I did slowly, because the grass was slippery. I think it was some group ride because there was a white Trakehner behind me - he followed over the whole course.
Then next, our special discipline, Hunter 90. We came first starters of the field and the sun was out. The air was clean, and here we were going flying going FLYING!!! Nothing stopped me and every jump came just right and it was GREAT!!!! We came out with 86% (I tell you she will not give up until she reaches 90, but you see we're coming close) which was 2nd place in this course. She got a girly bag, I got a big pack of good-smelling food from RWZ (Raiffeisen) as a prize. A fair share.
After that she became strange again. I think sometimes she does not trust me. She came back from walking the third course, a StilgeländeA that's what they call it. Ah by the way I think the judges liked me and I like that!! So she came back to the trailer and she went on and on "it's raining and if it's raining I do not ride and stuff as Tabasco is tired he already went twice today and this is now REALLY a hard course and damn competition"... Good she took my leg protection off so my legs could cool down a little bit and then - thank God the rain stopped occasionally - she did it. What shall I say, I was indeed a little tired, but I showed once more that I am a Trakehner. We managed 19 jumps on 2.200m in a good pace with two or three technically demanding parts and waters (I LOVE waters! She HATES drop jumps (but honestly I don't care I always trick her then by just dropping as quick as I can and then - you see - it takes her three seconds or more before she realizes that I am already down the billiard and she is still alive ...)) and the judges told her that HER STIRRUPS ARE TOO LONG but otherwise that I am a good horse and we are a good couple because they say she's managing me and the jumps pretty well and they voted for a 7.2 which brought us another big pack of food for me!!!! Was 8th out of 20 something starters, placed.
And after that, I had the opportunity to go to the people area. I'd like to be there more often. It's funny to see how humans drink beer and sit there and chat (I try to move my mouth st. as they do but there are no funny noises coming out of my mouth) and eat funny things. I like that, as long as they let me eat my grass at the side (which she let me because you could see that she was in a real good mood at the end. I think sth hurts her too because a couple of months ago she could not ride because some other horse threw her off and now she complains about pain in her back and things that she cannot ride any longer and so on). So I do my best to make life easy for her. It was such a good day! It was so much fun to go my speed and nothing stops me and to show how well I jump!
She is working on the 90%. But that can only work if both she and I go a 100%!!!!!
Sunday, June 15, 2008
Sulzthal 2008

Eine ganz neue Strecke haben wir am Samstag - zugegebenermaßen mit ziemlich flauem Magen - angesteuert: Fast 200km nach Sulzthal (das ist in der Nähe von Bad Kissingen, in der hügeligen Rhön) zum Vielseitigkeitsturnier.
Ich möchte an dieser Stelle Lob und Tadel aussprechen, wobei das Lob ganz klar überwiegt und ich auch daher uneingeschränkt zu diesem Turnier raten kann: eine Geländestrecke, wie man sich sie in Hessen so manchmal wünscht - das ist Gelände, keine gemähte Koppel oder Flachlandhindernisrennen! Feinster Waldboden, an Stellen wenn nötig gemulcht oder gemäht, bestens und fachgerecht aufgebaute Sprünge, die einem sofort das nötige Vertrauen geben - wenngleich sie durchaus respektabel sind. Was die Strecke schwer macht, sind wirklich VIELE rumstehende Bäume (ja wir reiten im Wald!), die einen dazu zwingen, die Linienführung immer wieder zu überdenken.
Tabasco ist auf dem dortigen Boden - obwohl er definitiv noch nicht in Form ist - spitzenmäßig galoppiert und hat seine Aufgabe, dieses Jahr erstmals wieder einen Stilgeländeritt der Klasse A - mit absoluter Bravour gemeistert. Da gibt es wirklich nichts hinzu zu fügen, Wertnote eine schöne 7.3. Die komb. E beendeten wir mit dem 4. Platz und der WN 6.8.
Lob auch dem Drumherum, der Meldestelle, der Fotografin, der Verpflegungsscheune: alles bestens, lecker Essen und super nett. Was mir besonders auffiel und ich daher hier direkt reinlinken muß, waren die schönen Preisschleifen von Jugenddorf Christophoruswerk in Lingen (www.reitsport-lingen.de), einer Behindertenwerkstatt. Da kann man direkt noch was Gutes tun!!! Wenn unser Sport schon manchmal etwas dekadente Züge annimmt. Auch hierfür ein Riesen-Lob dem Veranstalter!
Die kleine Kritik richtet sich leider gegen die Unparteiischen, die wie wir alle wissen auch nur Menschen sind: man hatte aufgrund der Kommentare sicherlich nicht unberechtigt den Eindruck, daß gute Bekannte, Reitschüler, oder Kunden des Richters deutlich besser wegkamen als alle anderen. Die 8 vor dem Komma ging eigentlich nur an solche... was - und dies ungeachtet dessen erneut verbunden mit einem dicken Lob - bei live Kommentierungen der Ritte durch die Richter und wirklich vielen Zuschauern mit viel Applaus nach Beendigung gewürdigt wurde, dennoch natürlich die persönlichen Worte zu einigen Reitern nicht ganz sachlicher Natur waren...
Tuesday, May 27, 2008
Status Quo...
Foto: Tabasco und Wiebke, Februar 2008 (Foto alexap-fotografie.com)... oder was so drum herum passiert, in unserem Leben mit Tabasco, dem gutmütigen, wunderbaren Goldstück. Denn das Gros des Tages wickelt sich nicht (noch nicht) im oder am Stall, sondern im Büro ab. Diese Tatsache ist sogar eine ganz besondere Motivation, daß wir uns als Gegengewicht dieses Bauernhofhobby zugelegt haben. Nicht blauäugig, aber durchaus darüber bewußt, daß das mehr Arbeit mit weniger Ertrag sein wird als alles im Büro. Ich bin derzeit bei NATIXIS (http://www.natixis.com/), einer globalen Bank, beschäftigt. Natixis hat seine Wurzeln in Frankreich. Das ist in verschiedener Hinsicht schön, denn einerseits fühlt man noch die Welt um sich pulsieren (wenn auch nicht direkt auf der Wall Street unser Office ist :-), spricht den ganzen Tag mal Englisch, mal Französisch. Noch besser ist, daß mir die Lebensgewohnheiten der Franzosen (ja hier gibt es Kollegen, die die besten Weine günstig beschaffen und unseren kleinen Bauernweinkeller direkt damit bestücken) sehr liegen: nicht zuletzt sind unsere Nachbarn outre-Rhin ja auch ganz groß im Concours Complet, dem Eventing (offizielle Site: http://www.ffe.com/ ). Konkret beschäftige ich mich im Büro mit der Organisation und Kundenbetreuung rund um "unsere" Fondsprodukte. Hierzu gehe ich jetzt nicht weiter ins Detail, denn das ist umfangreich.
Das zweite Projekt vor dem Team Tabasco Eventing ist derzeit das Haus, bzw. die alte Schmiede oder Hofreite in Calbach. Chris, nicht nur der weltbeste TT, ist auch der beste self-made Handwerker rund ums Haus. Was Tabasco betrifft, sieht es momentan konkret so aus, daß wir die Paddocks drainieren, uns um Wasserleitungen sowie die Ausstattung der Boxen kümmern und natürlich die Umzäunung der Paddocks planen. Yes, dahinter jedenfalls kommt eine schöne Rosenhecke. Anschließend steht dann die konkrete Planung von Koppel und den Verbrauchsgütern wie Heu, Stroh, Kraftfutter etc. auf der Liste. Meine Liste sagt dazu "Juli" :-) - aber zuvor ist/war genug zu erledigen, um überhaupt uns ein Bettchen zu bauen.
Das dritte kleine Nebenprojekt sind die "wiehernden Elche", unsere hessischen Trakehner im Busch, die ja letztes WE erstmals als Mannschaft gestartet sind und gleich einen ersten Sieg verbuchen konnten. Neben ein bisserl Promotion für diese Rasse geht es mir hier um Gemeinschaft, Spaß an der Sache und vor allem der reiterlichen Entwicklung unserer gesamten Amateur-Trainingsgruppe.
Das zweite Projekt vor dem Team Tabasco Eventing ist derzeit das Haus, bzw. die alte Schmiede oder Hofreite in Calbach. Chris, nicht nur der weltbeste TT, ist auch der beste self-made Handwerker rund ums Haus. Was Tabasco betrifft, sieht es momentan konkret so aus, daß wir die Paddocks drainieren, uns um Wasserleitungen sowie die Ausstattung der Boxen kümmern und natürlich die Umzäunung der Paddocks planen. Yes, dahinter jedenfalls kommt eine schöne Rosenhecke. Anschließend steht dann die konkrete Planung von Koppel und den Verbrauchsgütern wie Heu, Stroh, Kraftfutter etc. auf der Liste. Meine Liste sagt dazu "Juli" :-) - aber zuvor ist/war genug zu erledigen, um überhaupt uns ein Bettchen zu bauen.
Das dritte kleine Nebenprojekt sind die "wiehernden Elche", unsere hessischen Trakehner im Busch, die ja letztes WE erstmals als Mannschaft gestartet sind und gleich einen ersten Sieg verbuchen konnten. Neben ein bisserl Promotion für diese Rasse geht es mir hier um Gemeinschaft, Spaß an der Sache und vor allem der reiterlichen Entwicklung unserer gesamten Amateur-Trainingsgruppe.
Und das Team Tabasco Eventing sieht Stand heute einen weiteren Trainingsaufbau vor, der neben dem Equipment (leider sind einige Sättel zu optimieren) und der Gesundheit (auch hier ist weiterhin aufpassen angesagt, und zwar für beide Aktiven) vorsieht, bis Mitte des Jahres wieder eine komplette Vielseitigkeit reiten zu können. Zufrieden und glücklich!!!
Sunday, May 25, 2008
Fronleichnam und das Wochenende
Am 22.5. (Donnerstag) hatte der Rosenhof in Büdingen seinen Geländetag ausgeschrieben. Leider keine komplette Vielseitigkeit, doch mit der bewährten Herzlichkeit aufgebaute Strecken (diesmal von Bernd Petruschke offiziell erstellt), für alle Zuschauer (incl. Richter) gut überschaubar und auch anspruchsvoll genug. Wir waren nicht vorab zum Training vor Ort (machen wir ja ohnehin fast nie, im Gegensatz zu vielen anderen). Fazit eines sonnigen Tages: nach Reiterfehler "nur" 6. im Stilgelände-E, dann - nicht nochmal Reiterfehler - mit 82% 1. Platz in der Hunterklasse-Gelände und - das war eigentlich das Beste (!) - Sieger der Mannschaftswertung. Wir sind als "Wiehernde Elche" für den Trakehner-Verband an den Start gegangen und konnten unter immerhin 7 Mannschaften mit dem höchsten Punktekonto den Sieg verbuchen. Dabei hatten wir im Vorfeld gleich 2 Ausfälle der an sich geplanten Mannschaft zu beklagen und mußten daher bis zur letzten Minute jonglieren, um ein gutes Team zusammen zu stellen. Erst hatte sich Thetis auf der Koppel verletzt, dann kam noch ein Unfall von Philine mit Kaja in einer VS-Prüfung dazu... Vor Ort ist es uns gelungen, nicht nur dem Trakehner treu zu bleiben, sondern auch die richtigen Reiter pro Prüfung zu benennen, um diese maximale Punktzahl zu erreichen. Cool! Die Rosenhof-Schleifen sind ohnehin mit die schönsten!!!
Und am Samstag gings gleich weiter nach Seligenstadt zur 2. Qualifikation des Uelzener Hunter-Cups 95. Leider auf sehr schwachem Niveau vom Teilnehmerfeld, dennoch auf hohem Niveau vom Parcoursbau (das tendierte im Vorjahr noch dazu, wirklich eingegraben zu sein und ist mittlerweile ein gutes A* mit zusätzlichen Schwierigkeiten naturähnlicher Sprünge (Schweinerücken, Stroh, Baumstämme als Unterbauten), so daß es doch neben den wenigen flüssigen Ritten genügend Bewerber gibt, die mit der Aufgabe überfordert sind. Daß die Richter diesmal nicht wußten, wie eine Hunterklasse gerichtet und kommentiert wird, ist schade, aber da es (im Gegensatz zum bundesweit ausgeschriebenen LandRover Huntercup 2006) um "nix geht", nicht so dramatisch. Sei's drum. Es macht saumäßig Spaß, mit dem immer motivierten, chicen, cool galoppierenden Tabasco diese Kurse zu reiten. Und diesmal waren wir um 0.1 Punkte Abstand auf dem 2. Platz - und haben einen Springstock gewonnen!!!! Dafür gabs jetzt 2 Tage Koppelpause. Enjoy!!!
Und am Samstag gings gleich weiter nach Seligenstadt zur 2. Qualifikation des Uelzener Hunter-Cups 95. Leider auf sehr schwachem Niveau vom Teilnehmerfeld, dennoch auf hohem Niveau vom Parcoursbau (das tendierte im Vorjahr noch dazu, wirklich eingegraben zu sein und ist mittlerweile ein gutes A* mit zusätzlichen Schwierigkeiten naturähnlicher Sprünge (Schweinerücken, Stroh, Baumstämme als Unterbauten), so daß es doch neben den wenigen flüssigen Ritten genügend Bewerber gibt, die mit der Aufgabe überfordert sind. Daß die Richter diesmal nicht wußten, wie eine Hunterklasse gerichtet und kommentiert wird, ist schade, aber da es (im Gegensatz zum bundesweit ausgeschriebenen LandRover Huntercup 2006) um "nix geht", nicht so dramatisch. Sei's drum. Es macht saumäßig Spaß, mit dem immer motivierten, chicen, cool galoppierenden Tabasco diese Kurse zu reiten. Und diesmal waren wir um 0.1 Punkte Abstand auf dem 2. Platz - und haben einen Springstock gewonnen!!!! Dafür gabs jetzt 2 Tage Koppelpause. Enjoy!!!
Wednesday, May 07, 2008
Seniorenrunde
Am 1. Mai waren wir zum 2. Mal zum "traditionellen" Huntertag auf der wunderschönen Reitanlage im südhessischen Dieburg zu Gast. Dieses Jahr begleitete uns Sonnenschein, wo im Vorjahr ein wahres Schlammbad auf dennoch bestens reitbarem Boden vorherrschte. Nobel auch, im Gegensatz zum Einstand in Gravenbruch vor einigen Wochen, daß meine erste Prüfung erst um 12h anfing. Was heißt, halbwegs ausschlafen, morgens einflechten (und dann trotzdem noch die Hälfte vergessen, s.u.)...
Entenberzel und falsche Amateure
Noch immer mit ca. 20 Startern recht kleine Teilnehmerfelder in der Hunterklasse - ich bin etwas überrascht, daß diese Prüfung nur so langsam an Interesse gewinnt. Eine Erklärung könnte sein, daß die an sich angesprochene Zielgruppe sich nicht traut, weil einige Reiter am Start sind, die mit L- und M-Platzierungen aufwarten können und somit ganz sicher nicht in die Kategorie Spät- und Wiedereinsteiger gehören. Nun, in unserem Individualsport ist sowas nicht zu ändern, solange die Ausschreibung es erlaubt. Sportlich ist es nicht, als M-Platzierte/r ein Schleifchen abzugreifen, in einem schönen aber für diese reiterliche Gruppe anspruchslosen und viel zu einfachen Parcours.
Tabasco war zwar motiviert, kam aber, schon beim Abreiten sehr steif, nicht an seine Vorjahresform heran und so liegen wir in der Wertung zum Uelzener Huntercup 2008 nach dieser ersten Qualifikation auf Platz 5. Dazu kam, daß ich einen aushakbaren Teil des Martingals in der Aufregung wohl zu Hause vergessen hatte und daher ohne dieses Reiten mußte (nicht daß das so dramatisch wäre, aber wir sind es momentan nicht mehr gewohnt und alles was ich nicht gewohnt bin, brauche ich nicht wirklich auf einem Wettkampf auszuprobieren)... nun gut, zu den weiteren Prüfungen: mittags war dann noch eine - an sich wirklich viel zu einfache - Stilgeländeprüfung der Klasse E, wo wir mit 8.2 den 2. Platz belegt haben und damit unsere Stärke im Gelände wieder bewiesen. Da kamen dann Fragen (und unsportliche Kommentare auf dem Abreiteplatz) auf, welche Noten für welchen Stil vergeben werden. Leider verzichteten Richter und Ansager in diesem Jahr auf die für alle so wertvollen Kommentierungen der Ritte. So kann ich mir nur erklären, daß einige Damen, die mit "Entenberzel" im leichten Sitz durch die Strecke ritten (most beautiful), etwas enttäuscht waren, daß dieser Berzel dieses Mal wohl nicht erwünscht war. Sieht man diesen in Einsteigerprüfungen und somit insbesondere bei den 9-15-jährigen, sollten wir in die Jahre gekommenen Hobbyamazonen doch mal an an einem korrekten leichten Sitz arbeiten.
Der Weg ist das Ziel
Während wir nach dem Umzug noch vieles räumen, bauen und ändern (müssen), freuen wir uns auf den Geländetag in Büdingen am 22. Mai - wieder sehr Amateur- und seniorenfreundlich ausgeschrieben. Nix Neues, daß der Weg das Ziel ist, aber öfters gepredigt von Rolf Petruschke am Osterlehrgang, sehe ich weder beim Häusle noch diese Saison beim Reiten wirklich Licht am Ende des Tunnels. Wir laborieren noch immer an der beihnahe-Lähmung meines Lendenwirbelbereichs herum, und die Form, die ich mir wünsche und für dieses Jahr als Ziel setze, nämlich in allen Disziplinen eine GUTE Leistung zu erreiten, scheint noch in weiter Ferne. Aber mit dem Alter weise werdend, macht es tatsächlich Spaß, den Weg zu verfolgen - er ist ja nicht aussichtslos!!!
Trakehner in Hessen
Neu auch, daß in diesem Jahr die 95-er Hunterklasse mit einem Sonderehrenpreis für den jeweils bestplatzierten Trakehner ausgelobt ist. Waren im Vorjahr immer mindestens drei Trakehner (und damit ca. 30% der Teilnehmer) mit Trakehnern beritten, fielen dieses Jahr in Dieburg 2 davon aus (Hennessy von Gabi und Arlecchina von zu Schwabedissens), und damit ging an Tabasco auch dieser Preis. Überreicht von Georg Kaffenberger, Chefrichter der südhessischen Hunter-Fraktion und selbst ehem. Trakehnerzüchter, kam dieser Preis nicht nur bei mir gut an, sondern rief auch eine gewisse Aufmerksamkeit hervor. Letztendlich ist das Plüschelchlein vom Trakehner-Verband wirlich super-süß und da wünscht sich manch anderer, er hätte einen Trakehner gesattelt... :-). http://www.trakehner-verband.de (bitte auf "Shop" klicken und die netten Sachen ansehen/bestellen). An dieser Stelle sei auch angekündigt, daß unsere Busch-Trainingsgruppe in Büdingen als "WIEHERNDE ELCHE" an den Start geht - und damit erstmals seit langer Zeit einen Mannschaft stellen wird. Drücken wir die Daumen, daß alle gesund bleiben! Desweiteren plant Andrea Becker (Mamma Becker, Mareike's Mutter), ein Teamshirt zu entwerfen und zu besticken. Seien wir gespannt, was dabei herauskommt!
Entenberzel und falsche Amateure
Noch immer mit ca. 20 Startern recht kleine Teilnehmerfelder in der Hunterklasse - ich bin etwas überrascht, daß diese Prüfung nur so langsam an Interesse gewinnt. Eine Erklärung könnte sein, daß die an sich angesprochene Zielgruppe sich nicht traut, weil einige Reiter am Start sind, die mit L- und M-Platzierungen aufwarten können und somit ganz sicher nicht in die Kategorie Spät- und Wiedereinsteiger gehören. Nun, in unserem Individualsport ist sowas nicht zu ändern, solange die Ausschreibung es erlaubt. Sportlich ist es nicht, als M-Platzierte/r ein Schleifchen abzugreifen, in einem schönen aber für diese reiterliche Gruppe anspruchslosen und viel zu einfachen Parcours.
Tabasco war zwar motiviert, kam aber, schon beim Abreiten sehr steif, nicht an seine Vorjahresform heran und so liegen wir in der Wertung zum Uelzener Huntercup 2008 nach dieser ersten Qualifikation auf Platz 5. Dazu kam, daß ich einen aushakbaren Teil des Martingals in der Aufregung wohl zu Hause vergessen hatte und daher ohne dieses Reiten mußte (nicht daß das so dramatisch wäre, aber wir sind es momentan nicht mehr gewohnt und alles was ich nicht gewohnt bin, brauche ich nicht wirklich auf einem Wettkampf auszuprobieren)... nun gut, zu den weiteren Prüfungen: mittags war dann noch eine - an sich wirklich viel zu einfache - Stilgeländeprüfung der Klasse E, wo wir mit 8.2 den 2. Platz belegt haben und damit unsere Stärke im Gelände wieder bewiesen. Da kamen dann Fragen (und unsportliche Kommentare auf dem Abreiteplatz) auf, welche Noten für welchen Stil vergeben werden. Leider verzichteten Richter und Ansager in diesem Jahr auf die für alle so wertvollen Kommentierungen der Ritte. So kann ich mir nur erklären, daß einige Damen, die mit "Entenberzel" im leichten Sitz durch die Strecke ritten (most beautiful), etwas enttäuscht waren, daß dieser Berzel dieses Mal wohl nicht erwünscht war. Sieht man diesen in Einsteigerprüfungen und somit insbesondere bei den 9-15-jährigen, sollten wir in die Jahre gekommenen Hobbyamazonen doch mal an an einem korrekten leichten Sitz arbeiten.
Der Weg ist das Ziel
Während wir nach dem Umzug noch vieles räumen, bauen und ändern (müssen), freuen wir uns auf den Geländetag in Büdingen am 22. Mai - wieder sehr Amateur- und seniorenfreundlich ausgeschrieben. Nix Neues, daß der Weg das Ziel ist, aber öfters gepredigt von Rolf Petruschke am Osterlehrgang, sehe ich weder beim Häusle noch diese Saison beim Reiten wirklich Licht am Ende des Tunnels. Wir laborieren noch immer an der beihnahe-Lähmung meines Lendenwirbelbereichs herum, und die Form, die ich mir wünsche und für dieses Jahr als Ziel setze, nämlich in allen Disziplinen eine GUTE Leistung zu erreiten, scheint noch in weiter Ferne. Aber mit dem Alter weise werdend, macht es tatsächlich Spaß, den Weg zu verfolgen - er ist ja nicht aussichtslos!!!
Trakehner in Hessen
Neu auch, daß in diesem Jahr die 95-er Hunterklasse mit einem Sonderehrenpreis für den jeweils bestplatzierten Trakehner ausgelobt ist. Waren im Vorjahr immer mindestens drei Trakehner (und damit ca. 30% der Teilnehmer) mit Trakehnern beritten, fielen dieses Jahr in Dieburg 2 davon aus (Hennessy von Gabi und Arlecchina von zu Schwabedissens), und damit ging an Tabasco auch dieser Preis. Überreicht von Georg Kaffenberger, Chefrichter der südhessischen Hunter-Fraktion und selbst ehem. Trakehnerzüchter, kam dieser Preis nicht nur bei mir gut an, sondern rief auch eine gewisse Aufmerksamkeit hervor. Letztendlich ist das Plüschelchlein vom Trakehner-Verband wirlich super-süß und da wünscht sich manch anderer, er hätte einen Trakehner gesattelt... :-). http://www.trakehner-verband.de (bitte auf "Shop" klicken und die netten Sachen ansehen/bestellen). An dieser Stelle sei auch angekündigt, daß unsere Busch-Trainingsgruppe in Büdingen als "WIEHERNDE ELCHE" an den Start geht - und damit erstmals seit langer Zeit einen Mannschaft stellen wird. Drücken wir die Daumen, daß alle gesund bleiben! Desweiteren plant Andrea Becker (Mamma Becker, Mareike's Mutter), ein Teamshirt zu entwerfen und zu besticken. Seien wir gespannt, was dabei herauskommt!
Sunday, April 20, 2008
E wie Einlaufprüfung
Vielleicht sind unsere Gefühle nach diesem Einlauf-Busch-Wochenende genauso getrübt wie es das Wetter war: ein Samstag mit Regengüssen und ein Sonntag mit Sonnenschein. Die Saisoneröffnung in Gravenbruch stand auf dem Programm. Insgesamt waren wir recht konstant, der Notenspiegel jedoch eher mittelmäßig: 6,4 Dressur, 6,5 Springen und 7,5 im Gelände.
Stellt erneut unter Beweis, wo ganz klar unsere Stärke liegt und wo wir arbeiten müssen, um ganz vorn dabei zu sein. Was hat das bedeutet? Heute (am sonnigen Sonntag) den 5. Platz im Stilgeländeritt und den 7. Platz in der kombinierten Wertung. Nach einem Jahr Turnierpause ganz ok, denke ich.
Was Tabbi betrifft, ich glaub er war mindestens so ehrgeizig wie ich. Außer den unpassenden Sätteln ist er mords-gut drauf momentan und das Gelände haben wir heute beide genießen können. Eine tolle Runde in metronomischem Gleichmaß mit einem stets motivierten Pferd. Etwas schöneres gibts nicht!
Nebenbei üben wir zuhause Handarbeit, also die Anfänge, wie sie uns Rolf Petruschke am Osterlehrgang vermitteln konnte. Denn die Dressur, s.o., gehört deutlich verbessert.
Stellt erneut unter Beweis, wo ganz klar unsere Stärke liegt und wo wir arbeiten müssen, um ganz vorn dabei zu sein. Was hat das bedeutet? Heute (am sonnigen Sonntag) den 5. Platz im Stilgeländeritt und den 7. Platz in der kombinierten Wertung. Nach einem Jahr Turnierpause ganz ok, denke ich.
Was Tabbi betrifft, ich glaub er war mindestens so ehrgeizig wie ich. Außer den unpassenden Sätteln ist er mords-gut drauf momentan und das Gelände haben wir heute beide genießen können. Eine tolle Runde in metronomischem Gleichmaß mit einem stets motivierten Pferd. Etwas schöneres gibts nicht!
Nebenbei üben wir zuhause Handarbeit, also die Anfänge, wie sie uns Rolf Petruschke am Osterlehrgang vermitteln konnte. Denn die Dressur, s.o., gehört deutlich verbessert.
Thursday, March 06, 2008
Sans commentaire...
Alle große politische Aktion besteht im Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht im Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist.
F. Lassalle
F. Lassalle
Monday, March 03, 2008
Sind wir nicht alle ein bißchen hardcore??
Uffz. Wir leben noch. Vor vier Wochen hatte ich entschieden, daß das mit dem Reiten weitergehen soll und ich nicht abwarte, bis meine Sturzverletzungen nicht mehr fühlbar sind (wer weiß ob das jemals so sein wird)... Also meldeten wir uns zum CDV-Lehrgang sowie zum Hess. Mannschaftswettkampf (RC Altenstadt) an diesem ersten Märzwochenende an. Beides ein gewisses Risiko, da ich ja bis dato kaum auf dem Pferd sitzen konnte - und wenn, immer drei Tage danach zum Ausgleich gar nicht.
Am Wochenende kündigte sich dann "Emma" an - der Orkan. Strenggenommen sind wir alle Elektrozaunpisser genug, um bei solcher Gefahr (denn zweifelsohne KANN ein Hänger auf der Straße von einer Orkanböe umgeblasen werden) unserem Hobby nachzugehen und jeder vernünftige Mensch hätte so eine Wetterlage letztlich als Grund genug genommen, jegliche Aktivitäten dieser Art komplett abzublasen. Aber doch keine Reiter!!! Wir doch nicht!!!!
Auf dem Lehrgang war zumindest der Spring- und Geländeteil grandios. Mein Pferd etwas übermotiviert, dadurch nicht immer in kompletter Kontrolle, aber doch getreu seinem Motto "ich als Trakehner mache für Dich ALLES ALLES ALLES" und ansonsten leckt mich doch alle mal sonstwo. Ich bin Tabasco und ich ruhe in mir und mache was ich denke. Und was ich mache mache ich mit dem Stolz der Elchschaufel und alle die sagen ein Trakehner kann nicht springen oder hat einen an der Waffel - well, die belehre ich eines viel viel Besseren.
Gleich im Anschluß an diesen Lehrgang fuhren wir am Sonntag nach der Geländeeinheit mit Marco (aus Luhmühlen) nach Oberursel. Ich guter Dinge, denn Tabbi war super locker und super gut drauf. Und die Kontrolle war mittlerweile dank einiger gut umsetzbarere Instruktionen, das Pferd vor mir weitergaloppieren zu lassen, auch wirklich gut. Blöd, daß wir dann in einem leichten Parcours, wo wir (!) die erste Nullrunde für einen Gesamtsieg unserer Mannschaft hätten liefern wollen, gleich 2x patzten. Einmal Tabbi (schlampig) und einmal ich (blind vermetert). Wirklich blöd. Und an den 2 Fehlern hing dann unser aller "Pech", wir wurden nur 6. - zwar von 20 Mannschaften, aber da wäre viel viel mehr drin gewesen. Mea culpa. Shame on us!
Am Wochenende kündigte sich dann "Emma" an - der Orkan. Strenggenommen sind wir alle Elektrozaunpisser genug, um bei solcher Gefahr (denn zweifelsohne KANN ein Hänger auf der Straße von einer Orkanböe umgeblasen werden) unserem Hobby nachzugehen und jeder vernünftige Mensch hätte so eine Wetterlage letztlich als Grund genug genommen, jegliche Aktivitäten dieser Art komplett abzublasen. Aber doch keine Reiter!!! Wir doch nicht!!!!
Auf dem Lehrgang war zumindest der Spring- und Geländeteil grandios. Mein Pferd etwas übermotiviert, dadurch nicht immer in kompletter Kontrolle, aber doch getreu seinem Motto "ich als Trakehner mache für Dich ALLES ALLES ALLES" und ansonsten leckt mich doch alle mal sonstwo. Ich bin Tabasco und ich ruhe in mir und mache was ich denke. Und was ich mache mache ich mit dem Stolz der Elchschaufel und alle die sagen ein Trakehner kann nicht springen oder hat einen an der Waffel - well, die belehre ich eines viel viel Besseren.
Gleich im Anschluß an diesen Lehrgang fuhren wir am Sonntag nach der Geländeeinheit mit Marco (aus Luhmühlen) nach Oberursel. Ich guter Dinge, denn Tabbi war super locker und super gut drauf. Und die Kontrolle war mittlerweile dank einiger gut umsetzbarere Instruktionen, das Pferd vor mir weitergaloppieren zu lassen, auch wirklich gut. Blöd, daß wir dann in einem leichten Parcours, wo wir (!) die erste Nullrunde für einen Gesamtsieg unserer Mannschaft hätten liefern wollen, gleich 2x patzten. Einmal Tabbi (schlampig) und einmal ich (blind vermetert). Wirklich blöd. Und an den 2 Fehlern hing dann unser aller "Pech", wir wurden nur 6. - zwar von 20 Mannschaften, aber da wäre viel viel mehr drin gewesen. Mea culpa. Shame on us!
www.taunusmeute.de
Ein kleiner Nachtrag:
am Sonntag vor 2 Wochen hatte ich ein wirklich schönes Erlebnis - nach so langer Reitabstinenz mit Tabasco: die Taunusmeute veranstaltete zum Eingewöhnen der jungen Hunde an die Pferde einen jagdlichen Ausritt nahe der Ronneburg (Hessen). Uns erwartete strahlender Sonnenschein, Glühwein zum Stelldichein, ein Horn zur Begrüßung und dann eine schöne, rückenfreundliche Schrittrunde über Berg und Tal vor der grandiosen Kulisse der Burg. Am Rande sei erwähnt, daß dieser Ausritt ein Vorgeschmack auf unsere neue Heimat war - denn bekanntlich ziehen wir demnächst ins Ronneburger Hügelland um. Besser für Training und Ausritte zu Pferd geht es kaum!
Am Rande sei ebenfalls erwähnt, daß in recht kleinen Abständen immer wieder Verpflegung in Form von Hochprozentigem am Wegesrand gereicht wurde. Spätestens diese "Medizin" hat alle Schmerzen vergessen lassen. Tabasco hat die Schulung, nicht immer in der Herde ganz vorn galoppieren zu müssen, wohl auch verstanden. Das werden wir zur Frühjahrsjagd in einigen Wochen direkt überprüfen. Wir freuen uns drauf!
am Sonntag vor 2 Wochen hatte ich ein wirklich schönes Erlebnis - nach so langer Reitabstinenz mit Tabasco: die Taunusmeute veranstaltete zum Eingewöhnen der jungen Hunde an die Pferde einen jagdlichen Ausritt nahe der Ronneburg (Hessen). Uns erwartete strahlender Sonnenschein, Glühwein zum Stelldichein, ein Horn zur Begrüßung und dann eine schöne, rückenfreundliche Schrittrunde über Berg und Tal vor der grandiosen Kulisse der Burg. Am Rande sei erwähnt, daß dieser Ausritt ein Vorgeschmack auf unsere neue Heimat war - denn bekanntlich ziehen wir demnächst ins Ronneburger Hügelland um. Besser für Training und Ausritte zu Pferd geht es kaum!
Am Rande sei ebenfalls erwähnt, daß in recht kleinen Abständen immer wieder Verpflegung in Form von Hochprozentigem am Wegesrand gereicht wurde. Spätestens diese "Medizin" hat alle Schmerzen vergessen lassen. Tabasco hat die Schulung, nicht immer in der Herde ganz vorn galoppieren zu müssen, wohl auch verstanden. Das werden wir zur Frühjahrsjagd in einigen Wochen direkt überprüfen. Wir freuen uns drauf!
Sunday, February 03, 2008
Thoughtful times (2)
I did not expect to have to write another "thoughtful times" entry in such a short sequence of time. Thoughtful times is the column I wish to avoid most of all - the topic this time is another one - closely related to our eventing adventures, though.
It relates to the topic fairplay in sports which is or should be among the most respected ones. At least if you compete. There is a life without competitions, in riding, you can never avoid competition (in life) as it is part of our society. But if you compete, you MUST be fair. And being fair includes pointing out injustice, be it as painful as can be. One of my best friends relates to such actions as "Arsch in der Hose haben", meaning acting correctly and saying a word or two even if you know that fewer friends than before could be the result.
Now, finally coming to the point. In my eventing club, the IGV Hessen (which stands for Interessengemeinschaft Vielseitigkeit which promises a family of people who are living for a common passion) there is an annual trophy for regional level eventers. Of course, there are certain restrictions on who is applicable for this prize. In 2007, as we found out just a couple of days ago, a winner was proclaimed and highly promoted in the media, who was by entry level NOT applicable for this trophy. Worse, the "winner" was member of the board of our club.-- A couple of months ago, when the runner-up for this trophy somehow figured they may be something wrong, she directly approached the "winner" and asked for the level - the answer was a lie, to set her checkmate. The prize ceremony being set for last night, I tried to ensure that a correction be made and the real winner announced - but here was the surprise: no winner, no correction.
-- Can you imagine that people like I dream the whole year about entering such a trophy, and if (the chance is small enough) we are winning it by points, how big must be the disappointment to have to learn that we will not be named, not receiving the trophy?
My loss in this unfair game: I lost my peers in the club, I decided to quit. I can only be consequent. Life goes on.
I want to wake up in the morning and look at myself in the mirror and not feel I have not had the courage to tackle issues that mean something for someone. Its not life or death in this case, but its the more disappointing.
It relates to the topic fairplay in sports which is or should be among the most respected ones. At least if you compete. There is a life without competitions, in riding, you can never avoid competition (in life) as it is part of our society. But if you compete, you MUST be fair. And being fair includes pointing out injustice, be it as painful as can be. One of my best friends relates to such actions as "Arsch in der Hose haben", meaning acting correctly and saying a word or two even if you know that fewer friends than before could be the result.
Now, finally coming to the point. In my eventing club, the IGV Hessen (which stands for Interessengemeinschaft Vielseitigkeit which promises a family of people who are living for a common passion) there is an annual trophy for regional level eventers. Of course, there are certain restrictions on who is applicable for this prize. In 2007, as we found out just a couple of days ago, a winner was proclaimed and highly promoted in the media, who was by entry level NOT applicable for this trophy. Worse, the "winner" was member of the board of our club.-- A couple of months ago, when the runner-up for this trophy somehow figured they may be something wrong, she directly approached the "winner" and asked for the level - the answer was a lie, to set her checkmate. The prize ceremony being set for last night, I tried to ensure that a correction be made and the real winner announced - but here was the surprise: no winner, no correction.
-- Can you imagine that people like I dream the whole year about entering such a trophy, and if (the chance is small enough) we are winning it by points, how big must be the disappointment to have to learn that we will not be named, not receiving the trophy?
My loss in this unfair game: I lost my peers in the club, I decided to quit. I can only be consequent. Life goes on.
I want to wake up in the morning and look at myself in the mirror and not feel I have not had the courage to tackle issues that mean something for someone. Its not life or death in this case, but its the more disappointing.
Thursday, January 24, 2008
Riding breadrolls - breadrolls riding?
Tja, Chris ist mal wieder Urheber dieses bislang unveröffentlichten Inhalts. Kurz charakterisiert in der Beschreibung des Team Tabascos (s. Archiv), ist der Ex-Handballer immer gut für messerscharfe Beobachtungen am Spielfeldrand, hier: am Eventing Course.
Nun, vor geraumer Zeit befanden wir uns in Gainesville, FL bei einer Novice Prüfung. Nach Dressur und Springen saßen alle an den Ställen auf den Campingstühlen beisammen und Chris meinte plötzlich in seinem blitzsauberen Englisch. "Did you see the girl over there riding? She looks like a riding BREADROLL!!!" --
Dies war offenbar für deutsche Zuhörer leichter zu verstehen als für die Muttersprachler, die gewiß zunächst dachten, mein Ehegatte hätte sich in der Vokabel getäuscht, was bei seinem eindeutigen Akzent ja durchaus denkbar wäre. Aber nein, der Kommentar bezog sich auf eine Reiterin desselben Clubs, an dessen Campingstühlen wir zu der Zeit saßen.
Heute - nach weiteren vier Wochen Reitpause wegen zerfetzter Rückenwirbelquerfortsätze - fühle ich mich ebenso. I am - or will be soon - a RIDING BREADROLL!
Nun, vor geraumer Zeit befanden wir uns in Gainesville, FL bei einer Novice Prüfung. Nach Dressur und Springen saßen alle an den Ställen auf den Campingstühlen beisammen und Chris meinte plötzlich in seinem blitzsauberen Englisch. "Did you see the girl over there riding? She looks like a riding BREADROLL!!!" --
Dies war offenbar für deutsche Zuhörer leichter zu verstehen als für die Muttersprachler, die gewiß zunächst dachten, mein Ehegatte hätte sich in der Vokabel getäuscht, was bei seinem eindeutigen Akzent ja durchaus denkbar wäre. Aber nein, der Kommentar bezog sich auf eine Reiterin desselben Clubs, an dessen Campingstühlen wir zu der Zeit saßen.
Heute - nach weiteren vier Wochen Reitpause wegen zerfetzter Rückenwirbelquerfortsätze - fühle ich mich ebenso. I am - or will be soon - a RIDING BREADROLL!
Spielregeln-The Rules of the Game
Nachdem ich mehrfach gefragt wurde, weshalb einige Artikel in Englisch erscheinen, hier kurz die Intention und die Spielregeln für diesen Blog:
Gelegentlich möchte ich meinen nicht-deutschsprachigen Freunden die Möglichkeit geben, eine Idee von unseren gemeinsamen Abenteuern zu bekommen. Darüber hinaus sind einige Dinge - siehe der nächste Artikel - nicht so gut in einer wie in der anderen gewählten Sprache auszudrücken. Ich weiß, daß die meisten Freunde, die nicht Deutsch oder Englisch als Muttersprache haben, eine dieser Sprachen lesen und verstehen können, daher verzichte ich auf französische (pardon, les amis en France) und spanische Einträge.
In jedem Fall - no matter in which language with Roman letters - sind Kommentare und Diskussionen herzlich willkommen.
Gelegentlich möchte ich meinen nicht-deutschsprachigen Freunden die Möglichkeit geben, eine Idee von unseren gemeinsamen Abenteuern zu bekommen. Darüber hinaus sind einige Dinge - siehe der nächste Artikel - nicht so gut in einer wie in der anderen gewählten Sprache auszudrücken. Ich weiß, daß die meisten Freunde, die nicht Deutsch oder Englisch als Muttersprache haben, eine dieser Sprachen lesen und verstehen können, daher verzichte ich auf französische (pardon, les amis en France) und spanische Einträge.
In jedem Fall - no matter in which language with Roman letters - sind Kommentare und Diskussionen herzlich willkommen.
Wednesday, January 23, 2008
Wir werden Bauern :-)

Es ist soweit!
Wir werden ab Frühjahr 2008 Besitzer und Bewohner, CEO, Manager und Knecht - eigentlich die eierlegenden Wollmilchsäue - eines alten Hofgebäudes im Ronneburger Hügelland sein. Tabasco weiß noch nichts von seinem Glück, uns dann morgens auf die Frühstückseier schauen zu können. Tätääää, aber jetzt dürfte auch dem letzten aufmerksamen Leser klar sein, wieso Tabasco einen Kumpel "braucht": er soll ja nicht allein zu uns ziehen.
Naja, das wird eine ziemliche Umstellung, vom praktischen, aber wenig spektakulären Niederrad. Wo ich schon immer gesagt habe, beim verlassen des Hauses "oh wie häßlich" - nun, ich bitte die Niederräder um Verzeihung, meine Benchmark an dieser Stelle ist Wien, wo ich seinerzeit, als ich dort studiert habe, im 7. Bezirk die Wohnung verließ und mich wirklich ohne Ausnahme tagtäglich an dieser absolut genialen Stadt erfreuen durfte. Von der Bim über den Spittelberg, vom Stephansdom über Herrn Hawelka Sr., vom Treszniewski zum Naschmarkt und den ganzen Hinterhofclubs... unbeschreiblich, szenig-alt gleichzeitig... Reiten ist in Wien für mich kein Thema gewesen, die Reise aus der Stadt zu irgendwelchen schönen Gegenden mit schönen Ställen und Reitwegen habe ich einfach als unmöglich empfunden. Daher jetzt zurück zum Thema.--
Wir werden ab Frühjahr 2008 Besitzer und Bewohner, CEO, Manager und Knecht - eigentlich die eierlegenden Wollmilchsäue - eines alten Hofgebäudes im Ronneburger Hügelland sein. Tabasco weiß noch nichts von seinem Glück, uns dann morgens auf die Frühstückseier schauen zu können. Tätääää, aber jetzt dürfte auch dem letzten aufmerksamen Leser klar sein, wieso Tabasco einen Kumpel "braucht": er soll ja nicht allein zu uns ziehen.
Naja, das wird eine ziemliche Umstellung, vom praktischen, aber wenig spektakulären Niederrad. Wo ich schon immer gesagt habe, beim verlassen des Hauses "oh wie häßlich" - nun, ich bitte die Niederräder um Verzeihung, meine Benchmark an dieser Stelle ist Wien, wo ich seinerzeit, als ich dort studiert habe, im 7. Bezirk die Wohnung verließ und mich wirklich ohne Ausnahme tagtäglich an dieser absolut genialen Stadt erfreuen durfte. Von der Bim über den Spittelberg, vom Stephansdom über Herrn Hawelka Sr., vom Treszniewski zum Naschmarkt und den ganzen Hinterhofclubs... unbeschreiblich, szenig-alt gleichzeitig... Reiten ist in Wien für mich kein Thema gewesen, die Reise aus der Stadt zu irgendwelchen schönen Gegenden mit schönen Ställen und Reitwegen habe ich einfach als unmöglich empfunden. Daher jetzt zurück zum Thema.--
Ich habe mich in Calbach schon im Vorfeld gegen Hühner, Hunde, Ziegen etc. entschieden, obwohl dieser Hof eine ganze Palette an Stallvorrichtungen für jedwedes Getier stehen hat. Also konzentrieren wir uns zunächst mal auf die Pferde. Natürlich wird der optimierte Boxenbau in diesem Blog nicht zu kurz kommen, wir sind für sämtliche Tipps artgerechter moderner Pferdehaltung im Eigenheim sehr dankbar!!
Viel mehr will - und kann - ich an dieser Stelle noch nicht verraten, Fotos sind noch nicht vorhanden. Nur soviel: dieser Sommer wird ziemlich arbeitsreich sein! Alle geplanten Erholungsurlaube sind gestrichen. Chris träumt schon davon, "in langen Winternächten" gewisse Dinge dann in Ruhe nachzuholen, die im Sommer ganz bestimmt nicht gehen werden.
Ein paar kleine Tripps, z.B. zum Trakehner-Familienfest im Juli in Hannover, sind jedoch fest eingeplant!
http://www.trakehner-verband.de/termine/termine_bt.html
ps. heute Morgen hat Tabasco mich und Micha wieder sehr amüsiert und erfreut. Micha hat (man bedenke, ich darf und kann noch immer nicht wieder selbst reiten) ihm den großen Gefallen getan, und ist mit Tabasco gesprungen. Es ist immer wieder eine Freude von unten und von oben, zu sehen, wieviel Vermögen er hat, wie eifrig er bei der Sache ist und wie wenig für ihn unmöglich ist. Eigentlich nichts :-)
Thursday, January 17, 2008
Thoughtful times
Some basic ideas about the Holiday Season were pretty much messed up this year. Which is the reason why all "happy New Year Posts" did not appear before now. Time to sum up. None of our beloved ones received a Christmas Card this year!! My "present" for year-end, and to become Tabasco's new buddy, moved into our stables, and decided somehow that he did not care too much about me riding him. -- Brief, I fell off and ended up in hospital. I was unable to move. I hate to say it was a Trakehner horse.
Naturally such events do not only mess up all plans, all idealism and positive thinking that comes along with a decision to adopt a living being into one's life. A decision that was not taken between a cup of coffee and a cigarette, but well-thought about... The fact that I was - and still am today, 4 weeks later - pretty much unable to move, is also pretty special.
I am writing a little bit around this personality because I am still unsure at this point how much I want to share in this diary. Because at this point there are still some things (i.e. PAIN) that I wish to forget. What I can say is that Tabasco was very jealous of him. Also, Tabasco naturally also suffers from the whole thing as I cannot mount and therefore he is a little bored. Only very few days were presented to us in January with icy and frozen paddocks. On those few days, the two boys enjoyed long races on our beautiful grassland and playing around.
Times are thoughtful because of decisions that might have to be turned around: Tabasco will now look for another buddy. I have decided not to continue with his projected buddy. I am mad with him or let's say, with what he did to me. Yes.
Thoughtful too, because I start to think about getting older, or for whichever reason, being restricted in movements. Which is the case now and where I can only express the strong hope that I will move like a 25-yrs-old very soon again. Because my dreams are about riding, my dreams are about fun times with my family which is Chris and Tabasco and nn, another buddy. And then our five little nephews, Julian, Leon, Mark, Ole and Linus. Will tell you soon about why the other buddy must come... shhhhh...
Naturally such events do not only mess up all plans, all idealism and positive thinking that comes along with a decision to adopt a living being into one's life. A decision that was not taken between a cup of coffee and a cigarette, but well-thought about... The fact that I was - and still am today, 4 weeks later - pretty much unable to move, is also pretty special.
I am writing a little bit around this personality because I am still unsure at this point how much I want to share in this diary. Because at this point there are still some things (i.e. PAIN) that I wish to forget. What I can say is that Tabasco was very jealous of him. Also, Tabasco naturally also suffers from the whole thing as I cannot mount and therefore he is a little bored. Only very few days were presented to us in January with icy and frozen paddocks. On those few days, the two boys enjoyed long races on our beautiful grassland and playing around.
Times are thoughtful because of decisions that might have to be turned around: Tabasco will now look for another buddy. I have decided not to continue with his projected buddy. I am mad with him or let's say, with what he did to me. Yes.
Thoughtful too, because I start to think about getting older, or for whichever reason, being restricted in movements. Which is the case now and where I can only express the strong hope that I will move like a 25-yrs-old very soon again. Because my dreams are about riding, my dreams are about fun times with my family which is Chris and Tabasco and nn, another buddy. And then our five little nephews, Julian, Leon, Mark, Ole and Linus. Will tell you soon about why the other buddy must come... shhhhh...
Happy New Year!!!
Das Team Tabasco wünscht allen Lesern unseres Blogs ein sonniges, gesundes neues Jahr!
Wednesday, October 03, 2007
(K)Natterholz oder: Familie der Trude trifft Familie der Dankeschön
Jetzt war es endlich soweit. Wenn Engel reisen, strahlt der Himmel und so hatten wir vier wunderschöne, sonnige Herbsttage in BAYERN! Fast ein bißchen wie Indian Summer, vor allem aber Ruhe (himmlisch kann ich nicht sagen, denn sowohl die Starfighter der Bundeswehr als auch die Mücken haben vom Himmel aus eher störende Geräusche verursacht, aber nur temporär)...
Unsere vier Rösser haben sich von der ersten Minute an blendend verstanden. 2 Trakehner (aus oben genannten Familien) und 2 Traber, Calimero und Medo.
Tabasco und Schöngold (jetzt Lucifer) kannten sich "von früher", soviel auch zur Historie dieses Erstlingsritts für uns. Gleich der erste längere Ritt war für uns beide (ich sag mal, für mich auf alle Fälle) ziemlich anstrengend. Ich hatte Schmerzen in der Hüfte und konnte vom 2. Teil des Ritts (ich erinnere mich, zunächst erwanderten wir eine Festung, sehr schön, idyllisch, romantisch und anschließend - quasi auf dem Heimweg - kamen wir am Dreiländereck Bayern, Schwaben, Franken vorbei), nichts mehr so recht genießen. Das waren rund 40km mit ein paar Pausen, also von wegen "ein bißchen spazieren reiten"...
Am nächsten Tag haben mir die Profis dann eine verkürzte Runde versprochen, die nahe Donau haben wir folglich nur von weitem gesehen. Es war schön, dank Naproxen ließen die Schmerzen in der Hüfte nach und ich konnte den sonnigen Tag und mein wunderbares Pferd genießen. Schließlich hat Tabasco einen so langen Ausflug mit Kumpels noch nie gemacht! Er hat sich nicht lumpen lassen, mein erfahrener Buschcrack, über Stock und Stein, auf und ab, alles bestens absolviert.
Trotzdem ist ja an dieser Stelle noch der Bezug zu den Trakehner-Familien fällig: ich habe mir die ganze Zeit vorgestellt, wie Trude (Tabasco's Urururgroßmutter) und Dankeschön (Lucifer's Ururururgroßmutter) wohl heldenhaft den Treck übers Haff damals bewältigt haben. Deshalb habe ich Tabbi immer wieder ermutigt, weiter zu laufen...



Unsere vier Rösser haben sich von der ersten Minute an blendend verstanden. 2 Trakehner (aus oben genannten Familien) und 2 Traber, Calimero und Medo.
Tabasco und Schöngold (jetzt Lucifer) kannten sich "von früher", soviel auch zur Historie dieses Erstlingsritts für uns. Gleich der erste längere Ritt war für uns beide (ich sag mal, für mich auf alle Fälle) ziemlich anstrengend. Ich hatte Schmerzen in der Hüfte und konnte vom 2. Teil des Ritts (ich erinnere mich, zunächst erwanderten wir eine Festung, sehr schön, idyllisch, romantisch und anschließend - quasi auf dem Heimweg - kamen wir am Dreiländereck Bayern, Schwaben, Franken vorbei), nichts mehr so recht genießen. Das waren rund 40km mit ein paar Pausen, also von wegen "ein bißchen spazieren reiten"...
Am nächsten Tag haben mir die Profis dann eine verkürzte Runde versprochen, die nahe Donau haben wir folglich nur von weitem gesehen. Es war schön, dank Naproxen ließen die Schmerzen in der Hüfte nach und ich konnte den sonnigen Tag und mein wunderbares Pferd genießen. Schließlich hat Tabasco einen so langen Ausflug mit Kumpels noch nie gemacht! Er hat sich nicht lumpen lassen, mein erfahrener Buschcrack, über Stock und Stein, auf und ab, alles bestens absolviert.
Trotzdem ist ja an dieser Stelle noch der Bezug zu den Trakehner-Familien fällig: ich habe mir die ganze Zeit vorgestellt, wie Trude (Tabasco's Urururgroßmutter) und Dankeschön (Lucifer's Ururururgroßmutter) wohl heldenhaft den Treck übers Haff damals bewältigt haben. Deshalb habe ich Tabbi immer wieder ermutigt, weiter zu laufen...
Nachtrag (quote) - Trude (geb. 1943) war dabei!Schlußendlich machten wir aus dem letzten Morgen vor der Abreise noch das idyllische Dörfchen zu Knatterholz (an sich Natterholz), weil Tabbi und ich allein ein kleines "Eventing-Training" eingelegt haben: im Morgennebel über taunasse Wiesen galoppiert und einfach nur mal so richtig herrlich locker gelaufen! Schön ist, daß gemähte Wiesen in Bayern reitbar sind, desweiteren haben die meisten Felder breite Grasstreifen, so daß Galoppstrecken über mehr als 1000m eigentlich nicht ausgehen. Wunderbar!
Der Stamm geht auf die Stute Sulamithin v. Skrungs (OP) / Mordsbube (Tr) / Mormone (OP) / Antillus (Tr) zurück, mit dem Familie Maurischkat im ostpreußischen Kreis Insterburg ihre Zucht begann. Die Trude-Familie zählt zu den ältesten unter den geretteten Stutenstämmen der ostpreußischen Privatzucht. Die Schwestern Trude und Sienage kamen beide in den Westen, doch nur Trude gelang es, eine Familie zu begründen.
Väterlicherseits ist Trude über Azo – Sarazene – Sarafan völlig outcross gezogen, ganz frei also von Perfectionist xx- und Dampfroß-Blut, auch frei von ansonsten gängigen Genen wie etwa Markeur, Parsival, Charm oder Bulgarenzar. Man findet edle Gene aus den Privatgestüten v. Zitzewitz-Weedern und v. Sperber-Lenken. Trudes Vater Azo vertritt die Hengstlinie des Optimus, gesuchter Verstärker unter der Ägide Burchard v. Oettingens. Der Sohn des Beberbeckers Odoardo wurde bekannt als Vater des Polarsturm, der als Leistungsvererber in Trakehnen bewährt und beliebt war. Azo war ein schwerer Hengst im Karossiertyp und diente als Landbeschäler in Georgenburg.
Auch auf mütterlicher Seite finden wir seltene Gene, obschon die Remus/Romanus-Hengstlinie hohes Ansehen genoss. Ihre Vertreter bewährten sich als Remonteerzeuger. Trude kam vor dem Treckwagen ihres Züchters 1945 in den Westen und landete im Norden Holsteins. Man muss sie sich in Typ und Habitus als typische „ostpreußische Bauernstute” vorstellen – eine Beschreibung, die keinesfalls diskriminierend gemeint ist. In Holstein wurde Trude zur Waldarbeit herangezogen; sie brachte nur drei Fohlen, bevor sie 1953 aus der Zucht ausschied.
Ihre einzige eingetragene Tochter blieb Trautste v. Sporn. Aus dieser Stutenfamilie gingen meist sehr harte, robuste, vitale und energische Pferde mit vielseitiger Veranlagung hervor, wie es die Stammmütter auch bereits waren. Demnach haben sich die familientypischen Merkmale bewahrt. Die Stutenfamilie steht auf sehr schmaler Basis; sie wird nur mehr bei Gisela Gunia in Uslar, bei Silke Musick in Schwanewede und bei Jeanette Wintergerst in Esslingen gepflegt. Die beiden einzigen lebenden Hengste dieser Familie sind Titulus in Kanada und Tassilo W in der österreichischen Warmblutzucht.
Quelle: www.trakehnerfreun.de - Stutenfamilien



Mein Schmied, Wanderreiten, das Altmühltal...
Neue Herausforderungen taten sich für mich auf, denn relativ spontan haben wir Eva und Simon zugesagt, an ihrem Herbstwanderritt teilzunehmen. Helas, Tabasco gerade aus der Reha, aber halbe Sachen machen wir ja nicht. Also mit Tierarzt und den Wanderreiterprofis den Bedarf abgeklärt: am besten viermal Eisen, auf alle Fälle mit Widiastiften.
Weitergegeben an Hufschmied. Der "wozu sollen Stifte gut sein, wenn der Tierarzt will, daß das Pferd nicht gestoppt wird mit den Eisen?" Klein-Wiebke überfragt. Die 2 Eisen vorn habe ich aber nicht aufgegeben, weil es ohnehin brenzlig ist, öfter im Gelände ohne Eisen zu reiten. Jedenfalls bei unseren unebenen Kieswegen... nächste Frage: wie lange seid ihr denn unterwegs? Wieder Klein-Ahnungslos: weiß nicht, so ein paar Stunden schon, zuviel geht ja ohnehin nicht, weil wir nicht trainiert sind... Antwort: "ah, so ein bißchen spazieren reiten, dafür brauchst Du doch keine Eisen!". Schulterzuck. I don't know...
(...)
Tage später, to memorize for next time:
ganz einfach: vier Eisen, weil es doch recht viel über Asfalt und harte Wege geht, das kann der Kompaß im Vorfeld nicht verraten, also vorsichtshalber. Widiastifte an den Vordereisen wie Stollen (also hinten), dann stoppen sie das Pferd nicht an der Zehe, halten es aber vor dem Rutschen ab. So also.
Weitergegeben an Hufschmied. Der "wozu sollen Stifte gut sein, wenn der Tierarzt will, daß das Pferd nicht gestoppt wird mit den Eisen?" Klein-Wiebke überfragt. Die 2 Eisen vorn habe ich aber nicht aufgegeben, weil es ohnehin brenzlig ist, öfter im Gelände ohne Eisen zu reiten. Jedenfalls bei unseren unebenen Kieswegen... nächste Frage: wie lange seid ihr denn unterwegs? Wieder Klein-Ahnungslos: weiß nicht, so ein paar Stunden schon, zuviel geht ja ohnehin nicht, weil wir nicht trainiert sind... Antwort: "ah, so ein bißchen spazieren reiten, dafür brauchst Du doch keine Eisen!". Schulterzuck. I don't know...
(...)
Tage später, to memorize for next time:
ganz einfach: vier Eisen, weil es doch recht viel über Asfalt und harte Wege geht, das kann der Kompaß im Vorfeld nicht verraten, also vorsichtshalber. Widiastifte an den Vordereisen wie Stollen (also hinten), dann stoppen sie das Pferd nicht an der Zehe, halten es aber vor dem Rutschen ab. So also.
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