Saturday, June 23, 2007

Tabasco: "I choose this one!!"

No comment why. Tabasco has enjoyed modeling for Thomas Cheney last Wednesday - in between the thunderstorms. The photo session was after we traveled to see the vet and we knew well that moving is not really recommended. But hey, how can I - without moving - survive the next months? I released him from his bridle and he certainly took that opportunity for showing us his favorite actions--- Here I present his (Tabascos) favorite photo:


Wednesday, June 20, 2007

Medizinische Abklärung

Nun endlich stand die medizinische Abklärung an, mein Bauch sagte mir nämlich auch, daß die Mittelchen nicht reichen, daß da nochwas ist... so fuhr ich am Montag mit unserem Baby nach Großostheim in die Klinik zu Dr. Bingold.
Der fand dann ziemlich schnell heraus, wieso Tabasco rechtsrum schlecht und linksrum gut läuft: er hat nämlich angerissene Kollateralbänder am rechten Vorderhuf. Drama!!

Jetzt ist die Pause offiziell, leider auch Koppelverbot. Das macht unseren Champion ziemlich traurig, ist aber nicht zu ändern. Wir behandeln dieses Problem mit Stoßwelle und Schrittruhe und ich hoffe sehr, daß es bald wieder so gut zuwächst wie seine anderen Bänder sind. Der arme Kerl ist monatelang mit angerissenen Bändern durch die Gegend gelaufen! Das erklärt jetzt natürlich einiges, z.B. nehme ich auch an, daß er deshalb in Bielefeld bereits den Dienst verweigert hat. Er lief auf weichen guten Böden ja immer noch super gut. (Leider, denn sonst hätte ich das eher festgestellt...)

Waitzrodt

Eins nach dem anderen: zu diesen Überlegungen kam es endlich (!) dadurch, daß Tabasco in Waitzrodt an Fronleichnam so steif und unzufrieden lief, daß ich ihn noch vor dem Gelände "rausgenommen" habe. Ich hatte einfach ein ganz ganz schlechtes Gefühl, denn so kenne ich den Champion nicht. Nach Dressur und Springen lagen wir mit jeweils 6,8 zwar nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut im Rennen.

Es ist komisch, so etwas zu entscheiden aus dem Bauch, und nicht zu wissen was dahinter steckt. Daraus resultierte aber auch meine spontane Aktion, ein paar Haare von Tabbis Mähne abzuschneiden und meinem Reiterkollegen mit in den Harz zu geben, zwecks Analyse. Bericht dazu folgt, momentan bekommt er ein ganzes Arsenal an homöopathischen Mittelchen...

Tuesday, June 12, 2007


Tabbi genießt die Koppel, schade dass er nicht auf der Liste der "einzig sprechenden Pferde Deutschlands" ist, weil er diesen Blog nicht selbst textet. Er spielt lieber mit seinen Kumpels und läßt mich das Geschehen beobachten.*

Während wir im Morgentau über die Wiesenwege galoppieren und ich mir Gedanken mache, ob ich jetzt endlich mal zum Ziel komme mit der Idee, Tabbis gelegentlichen Probleme medizinisch abzuklären, sind wir frei von irgendwelchen stressigen Turniergeschichten. Ich gebe nicht auf. Derzeit steht eine Behandlung homöopathischer Natur nach Haaranalyse an, und parallel bzw. bevor ich damit beginne, noch eine Abklärung durch Bewegungs-/Lahmheitsanalyse in der Klinik Dr. Bingold. Bis dahin wird einfach nur ein bißchen der Drang nach Bewegung und frischer Luft gestillt. Die Planung von Wanderritten und Nordseeferien steht auch immer noch aus.

*Diese Liste habe ich neulich im Web entdeckt und auch ganz nett erzählende Pferdchen gefunden. Drollig...

Friday, June 01, 2007

Pure Eventing

... im wahrsten Sinne des Wortes war unser Wochenende in Bielefeld Eventing pur! Allein das Ambiente habe ich mir nicht sooo aufregend und gut organisiert vorgestellt. Das ist schon etwas ganz anderes, als unsere "gewöhnlichen" Turniere. So ein bißchen Zigeunerleben und Campingplatzatmosphäre: Tabasco war zum ersten Mal in seinem Leben in einem Stallzelt, wir hatten ganz tolle Nachbarn, vor unserer Stallbox campierte ein Franzose sowie ein paar Niederländer...

Vor dem Gelände habe ich schon gewaltig geschluckt. Bekanntlich war es unser erster Versuch in Kl. L und ich muß sagen, das ist schon ein gewaltiger Unterschied an Höhe! Das sind fast alles Sprünge, über die ich nicht mehr drüber schauen kann und die Treppe runter war auch nicht zu verachten. Naja, eins nach dem anderen. Wir haben eine ganz ordentliche Dressur hingelegt (6.7), und hatten im Springen durch einen dummen Fehler den Sieg (Einzelwertung Springen) verpaßt, da wir ansonsten mit Abstand die schnellsten waren. Im Gelände habe ich dann an Sprung 8 aufgegeben, weil Tabasco den Trakehner-Graben irgendwie nicht mochte. Der war eigentlich gar nicht sooo hoch, kam aber ein bißchen aus dem Dunkel um die Ecke. Nun... ich hoffe, daß das eine Eintagsfliege war, daß er den nicht angezogen hat. Die Gesamtwertung ist im Busch natürlich dahin, wenn eine Teilprüfung wegfällt... schade. Wir lernen draus. Am nächsten Morgen haben wir nochmal die Bielefelder Senne im Galopp durchquert (ohne Kappe, mit Jogginghose, ich wollte eigentlich nur vor der langen Fahrt Tabbi sich die Beine ein bißchen vertreten lassen, aber soooooooooooooooooo genial lange Wege mit federndem Untergrund haben wir noch nieeeeeeee gesehen. Da MUSSTEN wir einfach Tempo machen. Das war cool!

Friday, May 18, 2007

Good-bye Sabine

Leider müssen wir uns im Team Tabasco von unserem TT Sabine verabschieden. So hat sich das aktive Team Tabasco momentan auf unsere Kernfamilie reduziert, Sabine hat wegen Job und Studium nicht mehr die Zeit, sich Wochenenden auf Turnierplätzen zu tummeln. Schade! Danke, Sabine für Deine Hilfe.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus...

Tja... nachdem ich zuletzt vor vielen, vielen Jahren in Luhmühlen eine große Vielseitigkeit als Zuschauer besucht hatte - und danach nicht nur viele Jahre mit Reiten komplett aufgehört hatte, sondern auch lediglich das Eventing in Aachen 2006 sowie Athen auf dem TV-Bildschirm verfolgt hatte...

... fahren wir jetzt endlich mal wieder auf ein großes internationales Event: Pfingsten 2007 in Bielefeld. Ich habe dort eine Prüfung genannt, die mir auf den Leib geschnitten ist: die 1. Qualifikation zur Silver Busch-Trophy 2007. Eine L-Vielseitigkeit (national), ohne Geldpreis, bestehend aus der VL2 Dressuraufgabe auf 20x60 Viereck, einem A-Springen sowie einem Geländeritt der Kl. L. Das heißt, wir wagen uns eine Klasse höher, und das gleich zu diesem Event!!

Ich kann nicht sagen, daß wir optimal vorbereitet sind, eben "den Umständen entsprechend". Aber nach den letzten Einlaufprüfungen (siehe Muttertag und Vatertag) spricht nichts dagegen, daß wir es versuchen. Ich freue mich eigentlich sehr auf das Event und erwarte nichts weiter, als dass wir die drei Teilprüfungen für uns zufrieden stellend beenden. Ich freue mich auch auf das Ambiente dort, hoffe daß die Bodenverhältnisse Tabascos Präferenzen entgegenkommen (wir mögen keine harten und /oder rutschigen Grasböden, lieber Sand)...

Muttertag und Vatertag

Muttertag haben wir in Zweibrücken, den Vatertag 2007 in Dieburg verbracht. Unsere kleine Familie :-)

In Zweibrücken ging es an die erste komplette A-Vielseitigkeit dieses Jahr (und die zweite komplette in unserem Leben). Bei einem Profi-Teilnehmerfeld kamen wir nach einer endlich mal wieder mit 7.0 passablen Dressur, einer schönen Nullrunde im Parcours und wieder mal einem auf mangelnder Routine und Schnelligkeit der Reiterin basierenden Fehler an einer langen Wasserkombination im Gelände auf den 9. Rang (1. Reserve). Ich hatte auf dem Wall hinter dem Sprung die Zügel aus der Hand gleiten lassen und es gelang mir leider nicht (obwohl es von dort bestimmt 10m Wall runter bis zum Wassereinsprung waren), schnell genug die Zügel und damit die Kontrolle wieder zu ergreifen. Folge war, daß Tabbi nach dem Wasseraussprung an der dahinter stehenden Adlerschwinge vorbeilief. Nun gut, ... Gleichzeitig sollte diese Prüfung als Formüberprüfung für Bielefeld dienen, denn --- große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus --- ...

Der Huntertag in Dieburg am Donnerstag war insofern ein Highlight, als daß Silke, Tabbis Züchterin, sich gleich morgens live von der Verfassung ihres Zöglings überzeugen konnte: wir holten mit etwas Glück und 84% den Sieg in der Hunterklasse FN-90er! Da war die Freude riesengroß. Wir haben uns riesig gefreut, daß Silke uns besucht hat und Tabbi war natürlich superstolz, mal zu zeigen, was für ein feiner Trakehnerbub er ist. Dieburg war wiederum für mich gedacht, um einfach nochmal mit Vertrauen über zwei Parcours zu reiten. Ich fühle mich jetzt wieder richtig gut, wir haben fast wieder die Form vom Vorjahr und freuen uns auf die nächsten Aufgaben. (Reminder: FUN!)

Monday, February 26, 2007

TSF Eventing clinic in Kreuth (Bavaria)

Glad to be back home - the last weekend was dedicated to another clinic with the German top eventer Andreas Dibowski. Again, the site was the overwhelming "Ostbayernhalle" in Kreuth which is near Amberg / Bavaria. The site alone is worth a description of one post (however I'll shorten it). Without having figures, the large arena alone fits approximately 3000 spectators and the indoor arena is about as large as 10 average German riding arenas - in one piece naturally. Outside, there are - besides another couple of sand dressage and jumping stadiums, the race course and the famous cross-country course, about I don't know 200 (?) stalls for horses. Just to get a little bit of an imagination.
I felt quite bad prepared this year. I was injured, Tabasco did not seem to be at his best after the long pause last year. I took my Rescue drops, never knowing whether they really help or just act as a placebo. We arrived a little early on purpose, which was good in the end as the weather was nice and I used the "free time" to go climbing with Tabasco in the rolling grassland around the stables. We enjoyed that a lot, I am sure my sweet curious horse also loved to discover some new freedom around him. When you are behind the next hill, it seems end of the world. No noises but some birds and the horse, fresh countryside air, just GREAT.... and relaxing of course, certainly good for my mind.
Next day, we started with a pretty difficult gymnastics exercise in the jumping arena. At least difficult, if you are not sure how well you manage your horse after a long break. And so it was. Wherever we were supposed to go with 5 strides, we went 4 etc... dissatisfying ourselves and the coach. Needless to say there were curves and other tiny little difficulties built in. Like in the advanced section of the ADAC Fahrtraining. I went home a little stirred up and was not happy at all with our performance. Seen from another angle, Tabasco did a decent job, as he did not touch a single one of the fences!! Considering the fact that we nearly ever came in a good distance, this is remarkable! As he is remarkable. Andreas asked me whether I ride him with weights on the protection boots because his jumping technique was very very good (**proud again**). Of course I don't!
The theory session in the evening discussed our very own challenge: keeping the rhythm and getting /keeping the horse in front of you. We discussed collected gaits and saw some videos from the German championship team riding cross-country courses. It is so very clear that basic theory is not being taught or "lived" today in most of our stables. Because: it really is soo easy! If you do it right. And if no one tells you, you barely can do it right unless you're one of the very few self-educated horsepeople. Is this bare ignorance or a lack of horsemanship???
A long intensive training weekend has everywhere, but especially in such a nice region, a nice dinner in the group. Most went to bed early (wow, this time Chris and I were not among the first to go home) as the clinic began damn early the next morning.
And that was meeting point Ostbayernhalle, for the indoor cross-country jumping. After the experiences of the jumping the day before, I was again feeling insecure - and of course Andreas saw that immediately - and helped me out of that. I did not need to say a word. -- The reality was fortunately better, as I felt good from the beginning. We challenged ourselves then during the lesson - I think if this exercise had gone wrong, I'd have gotten the yell of the day - when we came to 2 fences (bushes) which were a little staggered so you did not approach them straight as usual, but keep an angle to both of them. We started the exercise with just one and somehow I decided to come in a 30° angle (I'd say normally it is about 45-60°) and --- Tabasco jumped it. Of course. He is so natural in the way he takes on his tasks, he's always waiting for the next. But again, suppose we had failed this one (nobody told us to come that steep), ...
Not much more to say, well maybe tons of things to say, about our nice groups, Tabasco's stable neighbors, leave that for another time.
We finished in the early afternoon with a short and relaxed dressage session. Interesting AFTER a pretty exhausting jumping, I was very anxious to see how Tabasco's mood would be. As dressage is not really his favorite thing. He was doing great, he was so willing and fun and relaxed as I did not have seen him for a quite long time! Definitely, he's alway good after jumping, that seems to loosen him up spiritually and physically. So in the end, we left Kreuth in a good mood and with good spirits for the coming FUN season!
And there is something new he discovered. Licorice flavored goodies by a brand called "leovet". Tabasco is not soo crazy about things as sugar and goodies, but this stuff was really something very important to let us know. Will buy more soon. Promise.

Saturday, February 10, 2007

Team Tabasco proudly presents...


Endlich ist unser neues Logo soweit! Es muß jetzt nur noch auf einige Kleidungsstücke appliziert werden und los gehts...

Monday, January 29, 2007

Horsemanship

So, jetzt kommen wir dazu, uns dem Thema horsemanship zu widmen. Ich finde, das ist keine graue Theorie, sondern das Minimum an Gedanken, die ich mir im Umgang mit diesen wunderbaren Tieren einmal machen muß. Natürlich ist horsemanship primär der korrekte Umgang mit dem Pferd (wie er sich im unten stehenden Zitat versteht und hoffentlich sich durch Tabasco's Tagebuch zieht) - ich möchte den Begriff jedoch sogar so erweitern, daß er auch das korrekte Miteinander unter Reitern einschließt. Und alles von Egoismus über Neid bis hin zu Unzuverlässigkeit für allemal ausschließt. Insbesondere deshalb, weil ich beobachte, daß die Menschen, die sich ihren Nachbarn gegenüber so verhalten, oft auch den Pferden gegenüber zwar Forderungen stellen und Leistung abverlangen, aber nie das dankende, manchmal menschelnde Element zum Ausdruck bringen.
Der Begriff ist nicht neu - eher alt aber vielmehr in Vergessenheit geraten, und lobenswerterweise hat sich Henning Reitevents dem Thema momentan angenommen, indem dort "alte Meister" und künftige alte Meister zu Wort kommen. Als Einstieg und nur Auszug vieler schöner Worte zitiere ich mal zu horsemanship:

"Theodorescu erkennt das daran, wie jemand mit dem Pferd umgeht. Gute Freunde verstehen sich ohne Worte und ohne viele Gesten. Deshalb sind unsichtbare Hilfen des Menschen im Sattel schonmal das, was Theodorescu sich von einem Pferdemenschen als Freundschaftsbeweis wünscht. "Das ist gutes Reiten." Horsemanship ist Reiten lernen wollen. Zwei Lebewesen, die sich völlig unterschiedlich bewegen, sollen ein gemeinsames Gleichgewicht finden. Das ist schwerer, als wenn ein Seiltänzer einen zweiten Menschen auf seinen Schultern trägt", vergleicht der alte Meister. So muss der Reiter lernen, ausbalanciert zu sitzen und das Pferd muss lernen, im Gleichgewicht zu sein und seine Hinterhand zu gebrauchen, um den Reiter zu tragen. "Ins Gleichgewicht bekommen wir das Pferd, wenn wir viele halbe und ganze Paraden reiten. Dann nehmen die Hinterbeine Last auf und das Genick ist automatisch der höchste Punkt. Das Pferd soll nicht wie ein krummbeiniger Arbeiter einen schweren Sack mit krummen Beinen schleppen. Es soll tanzen." Das dauert. Aus den Anweisungen der Reitlehre soll irgendwann Kunst werden. Horsemanship ist Reitkunst."---

Schön, oder...
Darin steckt sooo viel, die guten Freunde (Vertrauen!), Balance, Kunst... aber auch die anatomischen und technischen Feinheiten, die dazu führen, daß das Pferd tanzt. Daß ich das Gefühl habe, das Pferd tanzt. Das passiert NATÜRLICH nicht nur in der Dressur!!!
Und übrigens:
Das Leben ist viel zu kurz, um nur Dressur zu reiten!

Sunday, January 21, 2007

2007


Das Jahr hat stürmisch und völlig wirr angefangen. Ich bin durch einen Innenbandanriß außer Gefecht gesetzt, d.h. nicht reiten, nicht laufen, eigentlich gar nichts... um es positiv zu sehen: noch liegt kein Schnee, durch den ich galoppieren könnte bzw. bislang sieht es auch eher so aus, als könnten wir hier in Frankfurt unsere Sonnenschirme auspacken. Wirr ist das insofern, als daß mir solche Malaisen völlig fremd sind - womit ich nicht die Sonnenschirme im Januar oder das merkwürdige Wetter, sondern meine Bewegungseinschränkung meine. Aber vielleicht lerne ich daraus, daß man mit nichts im Leben wirklich rechnen darf.

Oben sind einige Bilder vom letzten Turnier aus 2006, die wir Alexa P. zu verdanken haben (http://www.alexap-fotografie.de). Wer also mal gute (Tier)fotos braucht, oder einen Kalender als Geschenk...
Dafür ist Zeit, ein bißchen die Saison zu planen - wir freuen uns auf die ersten Lehrgänge, noch bevor es wieder "cross-country" geht. Saisoneröffnung ist hier in Hessen im Gelände Mitte April, die Frage ist, ob das Wetter Reisen bis Bielefeld u.a. zuläßt, wo bereits Ostern eine Vielseitigkeit stattfindet. Auch hier ist das Wetter nicht bezüglich unseres treuen Partners, VW Passat V6 Allrad, sondern aufgrund der Frage "Wie ist der Boden in Bielefeld im April 2007?" ausschlaggebender Faktor.

Die oberste Prämisse für die Planung ist "Fun"!! Steht außer Frage, daß ansonsten die oberste Prämisse das Management eines gut trainierten und gesunden Sportpferdes ist!!!
Wir reiten diese Saison für den Reitclub Altenstadt (RCA): ein paar Mannschaftsspringen, ggf. der HHC-Cup, eine Jagd im Herbst und - unser sportliches Ziel ist es nicht, quantitativ viele Turniererfolge nach Hause zu bringen (dazu würde "fun" entfallen, denn dazu sollte man mindestens 2x im Monat Prüfungen reiten), sondern unseren Lernerfolg unter Beweis zu stellen - einige A-Vielseitigkeiten mit gutem Ergebnis zu beenden. Das ist so die momentane Wunschliste. Und nun freut Euch auf unser neues Logo, das hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten läßt!!

Tuesday, October 24, 2006

Winterpause

Es ist fast November, draussen ist es stürmisch aber mild... wir denken an den Winter - zumindest was Tabasco's Tagebuch betrifft. Tabasco hat gerade Pause, die Eisen kommen runter und er geniesst lange Tage auf der Koppel und einige wilde Galopps über die Maisfelder, aber auch viele Spazierritte.
Für mich heißt das wieder, nach der Arbeit an die körperliche Ertüchtigung gehen, die in meinem fortgeschrittenen Alter unabdingbar zur reiterlichen Fitness dazugehört: Mambos, Turnsteps, Waldläufe und Gymnastik. Es ist schon ätzend, sich nach der Arbeit im Dunkeln noch aufzuraffen. Aber -wem erzähl ich das- hinterher bin ich immer froh, nochmal etwas für die Beweglichkeit getan zu haben.

Was mich neben den Unzulänglichkeiten der Weltpolitik momentan ziemlich bewegt, sind hier ganz regional die aktuellen Vorkommnisse mit Selbstmorden und Kindesmißhandlungen. Ich habe manchmal den Eindruck, wir machen alle gern die Augen zu, wenn nebenan etwas nicht so mit rechten Dingen zugeht... und wünsche mir selbst an der Stelle mehr Mut, Dinge direkt bei den Betroffenen (und/oder "Schuldigen" anzusprechen).
Worüber ich im Stall nachdenke: schere ich Tabasco und wenn ja, wieviel (letztes Jahr war er komplett geschoren, das ist ihm nicht so gut bekommen, sah zwar cool und professionell aus, aber für Ausritte und Paddockaufenthalte war der Haarschnitt nicht ideal und außerdem hat es seinen Wärmehaushalt total durcheinander gebracht, die Haare sind gar nicht wieder nachgewachsen und ich hatte schon Angst er bleibt nackig)... wie setzen wir das Kraftfutter herab, daß er nicht zuviel Substanz verliert...

Wednesday, October 11, 2006

Shopping for junk food and honey

A little unusual shopping we have done together - Tabasco and I - while we are waiting yet for an improving "recovery" of the champion.
The staff at the Burger King Drive-in was pretty surprised when a group of three equestrians came to the counter, with their horses of course - to order some American style snack.
The farm selling honey near our stables was also confirming we were first-time customers coming with the horse. So, shops around Hanau, be aware: we may be shopping for underwear next time, Tabasco and I!!!
For recovery, I have now again given a dewormer and hope that this will cure the condition, adding Irish Mash for wellness.

Wednesday, September 06, 2006

Welcome to Tabasco's Diary (Hunter and Eventing)!!

I guess it is time to reconsider the communication in this blog. As I am aware that the www is quite an international "tool" and I do not want to limit my entries to German speakers, I will occasionally drop a few lines on Tabasco's and my performances in English. They are especially dedicated to my American friends and family. I hope you enjoy our adventures...

Just to summarize in brief, in 2006 we focused on eventing. Our competitions were eventing and combined A (which is dressage and jumping w/o the cross-country), and we also entered the FN-Hunterklasse which is closely related to the American Hunter Jumper competition but was only launched in Germany last year.
Since the season is almost over (and we had a three-month break in summer), we ended up in eventing/combined A with 1x1rst, 2x2nd and 2x3rd, 1x8th places. Besides, we entered 15 hunter and jumping classes and were placed 14 times!!
What was special this year, was that I was quite honored to have been invited by the Trakehner breeding association to a clinic with Andreas Dibowski (who is one of our best German eventers, and worldwide too)where we practiced indoor eventing (since it was winter and we are not so fortunate as to ride outdoors and cross-country as you are in Florida!) and jumping /gymnastics.
In March, I was asked to participate in a hunter training session for judges. As I mentioned, hunter competitions are fairly new in Germany, and therefore there is intensive schooling of the rules for participants and judges alike. I had to ride in front of about 60 regional judges and we enjoyed this quite a lot.
What is certainly a little different from the established hunter circuits in the USA, is that this competition is targeting senior riders. And since I am 40 this year, it came just right for me!!

Tuesday, September 05, 2006

He's the Champion!

Eigentlich habe ich noch auf der Liste, etwas zum Thema "Horsemanship" loszuwerden, aber das muß warten. Denn ich möchte an dieser Stelle schon mal diese Saison zusammenfassen und die Statistik meines Pferdes vorstellen:

Tabasco hat in 15 Starts in Springprüfungen der Kl. A sowie der FN-Hunterklasse lediglich einen (!) Abwurf zu verbuchen, der ganz klar auf mein Konto geht. Darüber hinaus waren wir in jedem Springen platziert!

In den (wg. der Turnierpause im Sommer) nur drei Starts in Geländeritten der Kl. E und A (zwei weitere fielen wg. des Wetters/Bodenverhältnisse aus) hatten wir keine Stilnote unter 7,5 (!) und lediglich einen Steher am Wasser in Lorch, der ganz klar auch auf mein Konto geht, weil ich geschlafen habe (s. letzter Eintrag). Bis auf Lorch waren wir hier immer ganz vorn platziert - allerdings haben wir dieses Jahr nur einen Sieg (mit 8,5 im Stilgelände-E in Gravenbruch) erritten.

Daß wir noch keine L-Springen gestartet sind, liegt an meinem Respekt vor den Höhen und nicht an Tabasco. Daß wir unser Saisonziel, eine L-Vielseitigkeit zu reiten, nicht erreicht haben, liegt an der (unfreiwilligen) Sommerpause. Dafür ist die Saison 2007 da! Jetzt ist weiter Aufbauarbeit angesagt und ganz klar: Dressurarbeit!

Monday, September 04, 2006

Routine - oder Lehrgeld (Teil II)

Den heutigen Bericht möchte ich unter dem Stichwort Routine ablegen. Unter anderen Vorzeichen würde ich auch "schlechtes Management" zu dem sagen, was wir letztes Wochenende veranstaltet haben. Aber wir sind ja Hobbyreiter...
kurz, Tabasco hatte nach seiner Saison-Pause die erste A-Vielseitigkeit auf dem Einsatzplan. Als Resumée kann ich nur sagen, ich habe mich total vermanagt: wir hatten geplant, die 100km- Tour an zwei Tagen von zuhause aus zu erledigen und kein Hotelzimmer bzw. Box auf dem Turnier anzumieten.
Fehler Nr. 1 - als die Zeiteinteilung kam, stellte sich heraus, daß ich Samstag und Sonntag jeweils um 8 Uhr morgens einer der ersten Starter sein würde. Mit ein bißchen Flexibilität hätten wir es schaffen können, NICHT 2x um 4 Uhr aufzustehen, und das Pferd aus dem dunklen Stall am grell beleuchteten FRAport vorbei in den Hintertaunus zu Bartholomay's superschöner Anlage zu kutschieren. Nun denn.
Fehler Nr. 2 - Nerven. Am Samstag wurde plötzlich bekannt gegeben, daß es am Sonntag eine optionale Wegestrecke vor dem Cross geben würde. Da diese nicht ausgeflaggt war und ich das Gelände in Lorch anläßlich dieses Turniers das erste Mal gesehen habe, entschied ich sofort, daß ich mich auf den Cross konzentriere (immerhin mein erster richtiger in Klasse A!). Dummerweise tauchte dann So. morgen wieder diese Diskussion auf, und alle meinten plötzlich die Wegestrecke wäre doch sooo toll zu reiten etc. pp.. So ließ ich mich denn verrückt machen, anstatt mich auf meine völlig richtige Entscheidung zu verlassen und verschwendete etwa 20 min darauf, mir die Wegestrecke anzusehen und mich aufzuregen. Unflexible me --- aber egal, die 20 min hätte ich besser darauf verwendet, mir den Cross und seine Tücken nochmal eingehend zu Gemüte zu führen. Denn...
Fehler Nr. 3 - Geschlafen! Hätte wirklich nicht sein müssen, und dann - um es vorwegzunehmen - wären wir nicht mit einem schlappen 10. Platz nach der Dressur und einem guten 7. Platz nach dem Springen (eine von nur 4 Nullrunden) mit 20 neuen Strafpunkten ins Ziel gekommen, sondern mit null Fehlern im Cross an 4. Stelle platziert gewesen. Was war passiert? Ich hatte etwas Bammel vor Sprung 3, ein ziemlich hoher Rennbahnsprung und auch vor Sprung 4, ein Birkenoxer, der von einer luftigen Wiese in den dunklen Wald hinein ging. Tabasco war super drauf und ließ alle diese Sprünge so super hinter sich, daß ich mich ab Sprung 4 sicher fühlte und mich einfach noch, das Tempo und den kraftvollen Galopp genießend, durch die Gegend tragen ließ... bis Tabasco dann am Wasser (das hat er doch auf Burg Eltz mit dem hhc Rheinland sooo klasse gemacht!!) zögerte. Bis ich aufgewacht bin, war es dann leider zu spät und wir hatten einen Steher kassiert. Passiert, echt überflüssig, passiert aber nie wieder.

Ausrüstung, sprich: den Bodenverhältnissen angemessene Stollen, war diesmal ok, was sich auch gleich in der Trittsicherheit bemerkbar gemacht hat. Trotzdem, auch hier: die momentanen Eisen sind viel zu leicht und zu dünn, die Grasstollen haben mit ihrem Gewinde keinen Griff - und so haben wir auf der Geländestrecke natürlich auch einen Stollen verloren. Ich bin stolz auf meinen kleinen Trakehner-Helden und wir schauen jetzt zuversichtlich auf unseren letzten Geländeritte in 2006, die in den nächsten Wochen anstehen.

Wednesday, August 30, 2006

Ein pferdiges Leben in Hessen

In den letzten Monaten haben wir einiges an Lehrgeld bezahlt, was leider - wie so oft - zu Lasten des Pferdes ging. Ist es im städtischen Ballungsraum ohnehin nicht einfach, eine akzeptable und bezahlbare Möglichkeit artgerechter Haltung zu finden, so hatte ich mich zunächst für einen sportorientierten Reitstall entschieden.
Die Trainingsmöglichkeiten waren dort einfach traumhaft, Böden, Parcours, Abmessungen der Reitplätze sowie Fütterung einfach einwandfrei. Aber Tabasco ist in der Herde groß geworden und war sichtlich nicht wirklich glücklich in seinem 22h-Eingesperrtsein plus Führanlage plus eine Stunde Bewegung. Kurz, es gab diverse Probleme mit seiner Muskulatur. Er wurde unrittig, hatte aufgescheuerte Maulwinkel und baute ganz plötzlich stark ab.
Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich herausgefunden hatte, daß eine artgerechtere Haltung ein wichtiger Schritt dazu ist, diese Probleme künftig zu vermeiden. (Ich denke, zumindest sein spezifisches Problem erfordert Weidegang; ich will nicht sagen, daß alle Pferde in Sportställen ohne Koppelgang ein ungesundes Leben führen, obwohl es sicherlich für alle Pferde netter ist, wenn sie nicht 22 Stunden in Luxus eingesperrt sind).
Dazu haben wir noch einen Zahnarzt konsultiert, sowie physiotherapeutische Behandlungen durchgeführt.
Und, nach langer Suche habe ich endlich den richtigen Platz für ihn gefunden. Er ist jetzt umgezogen in einen Stall, wo er morgens nach dem Füttern mit 5 Kumpels auf eine Riesen-Koppel kommt, wo wir darüber hinaus eine Reithalle mit perfektem Boden haben und eine Führanlage mit Longierzirkel. Es ist ein privater Stall (kein Verein), wo wir uns pudelwohl fühlen.
Plötzlich bekommt das Leben mit unserem Schatz wieder ganz neue Qualitäten: wenn ich ihn morgens vor der Arbeit reite, schielt er schon ganz verständnislos Richtung Koppel, um zu schauen, was die anderen machen und bestimmt auch, um mir zu verdeutlichen, daß unsere Sachen nicht wirklich wichtig sind. Jetzt nicht.
Umgekehrt, wenn ich ihn mittags von der Koppel hole, finde ich ihn inmitten seiner Kumpels vor und mittlerweile sind wir so weit, daß er mich recht schnell erkennt, sich dann aus der Gruppe löst und zu mir kommt. Ich finde das rührend!!
Ich hatte früher mal ein Pferd, das bei seinem Züchter im oldenburger Land sozusagen neben dem Wohnzimmer geboren und aufgewachsen war. Ludwig (das war dieses Pferd, er lebt heute übrigens in den USA) kam sogar angaloppiert, sobald er mich gesehen hat und hat auch jedesmal ganz goldig gewiehert. Tabasco ist ein anderer Typ, er schien mir bislang immer etwas emotionslos bzw. zumindest zeigt er seine Emotionen nicht so sehr nach außen. Daher finde ich diese neuen Erlebnisse ja auch so schön!!
Ich bin jedenfalls erleichtert, daß wir ihm jetzt offensichtlich ein Zuhause bieten, in dem er sich pferdig wohl fühlen kann.

Tuesday, August 22, 2006

Team Tabasco

Bei uns dreht sich (fast) alles um unseren vierbeinigen Partner. Wir haben deshalb das "Team Tabasco - Eventing" gegründet. Tabasco ist ein Teil unserer Familie und unser Hobby. Seit 2006 haben wir sogar ein Team-Outfit für "Team Tabasco-Eventing". Wie jedes Logo und jede CI entwickelt es sich noch und wird auf dieser Seite demnächst präsentiert. Hier zunächst die Teamvorstellung:
  • Tabasco, unser Athlet: ein Trakehner-Wallach mit einem fantastischen Interieur, den so schnell nichts aus der Ruhe bringt und der mich und andere mit seinem enormen Springvermögen sowie Kampfgeist im Gelände fasziniert.
  • Chris, Chef-TT: Chris hat zwei rechte Hände und ist das logistische Wunderkind im Team. Er managt Startzeiten, findet für alle technischen Kleinigkeiten Lösungen (sei es die Anhängerkupplung oder ein Stein im Stollenloch am Hufeisen) und sorgt sich zuhause beratend um das Wohl unseres Athleten. Ich glaube, die beiden sind geistesverwandt: Chris ist nicht aus der Ruhe zu bringen. Seine wahren Hobbies sind Marathon laufen und golfen.
    (in dieser Aufzählung kommen die gentlemen first!)
  • Sabine, Junior-TT: Sabine komplettiert unser Team schon seit der Entstehung (sie wird bald zum Senior-TT befördert!) und hat von Anfang an sehr aufmerksam Pferd und Reiter betreut. Im Gegensatz zu Chris kann sie Tabasco auch mal reiten und begleitet uns insbesondere dann, wenn der Chef-TT mal ausnahmsweise seinen Hobbies nachgehen darf.
  • Wiebke, Reiterin: für mich ist Reiten das Grösste und ich freue mich, daß ich nach mehr als 15 Jahren Pause wieder zum Pferd gefunden habe. Die Entscheidung, sportlich nochmal einige Dinge in Angriff zu nehmen, die ich als Kiddie nicht erreicht habe - und damit meine vielseitige reiterliche Grundausbildung aufzufrischen und zu komplettieren - habe ich bislang nicht bereut, wenngleich es neben dem Job viel viel Zeit in Anspruch nimmt. Noch mehr freue ich mich, daß ich nach längerer Suche einen Schatz wie Tabasco als meinen Hobby- und Sportpartner gefunden habe. Ich rangiere seit 2006 in den Startlisten als SENIORIN (**grusel**). Mein Ziel ist es, Tabasco eine gute "Mamma" zu sein. Da ich eher ängstlich (ja, Cross-Country ist für mich Angstarbeit!) und hektisch bin, könnt ihr euch sicher denken, wie wertvoll das komplette, ausgeglichene, Rest-Team für mich ist!

Glücklicherweise verfügen wir mittlerweile über ein gutes Netzwerk von Profis, die uns helfen, unserem Schatz (Tabasco) ein pferdiges, abwechslungsreiches Leben zu bieten: angefangen von Silke, seiner Züchterin über seine Aufzüchter und Ausbilder bis hin zu meinen reiterlichen Vorbildern in der Nähe (Micha Messerschmidt, amtierende Hessenmeisterin im Busch) und Ferne (Andreas Dibowski, bei dem ich wir **stolz** im Winter 2005/06 trainieren durften) bis hin zu einem Team von Tierarzt, Hufschmied und Zahnarzt; last but not least der IGV Hessen.

TT steht übrigens für Turniertrottel, ein zumindest in Hessen sehr anerkannter
Job Title

Wednesday, August 16, 2006

Tabasco - hier menschelt es


Hallo, hier schreibt die "Mamma" von Tabasco. Ich werde ab jetzt einige Aufzeichnungen aus seinem Leben hier posten. Aus nachvollziehbaren Gründen werden diese Aufzeichnungen nicht wirklich von ihm geschrieben, sondern ins menschelnde übertragen von mir niedergeschrieben. Tabasco ist am 04. Juni 1999 geboren und seit Mitte 2004 bei uns in Hessen.