Tuesday, March 31, 2009

Stall-Management

Der Frühling kommt - endlich.
In den letzten Wochen hatte ich wirklich keinen Spaß mehr, im Dunkeln bei frostigen Temperaturen und Regen rauszugehen. Momentan verlieren die Pferde langsam ihr Winterfell. Die Temperaturen sind so, daß es tags bis ca. 15 Grad sind und nachts durchaus minus 2 oder so. D.h., wieder so eine Situation, in der ich froh bin, daß die Pferde zuhause stehen und ich sie nachts eindecken kann, die Decken aber - ohne eine Weltreise zu machen - gleich morgens wieder abnehme. Dann kann die Sonne schön auf den Pelz scheinen.

Momentan wird das Futter von der Ernährungsberatung der Veterinärklinik Leipzig, Prof. Coenen, kontrolliert und berechnet. Hintergrund ist, daß Tabbi auch nach allen tierärztlichen Odysseen immer noch nicht so aussieht, wie ich das gern hätte. Weder seine Stimmung noch seine Muskulatur entspricht dem, wie ich ihn kenne. Ich bin gespannt, wie das ausgeht.

Unser Trainingsprogramm ist entsprechend moderat, aber wir haben ja auch bis Ende April keinen Wettkampf und können uns daher Zeit lassen. 2x die Woche geht es klettern im Gelände, 2x die Woche geht es joggen ohne Reiter (da ist Chef-TT Chris der Boss), 1x geht es freispringen, einmal für beide in der Halle (Altenstadt) toben und 1x wird dressurmäßig gearbeitet.

Insgesamt fällt mir auf, daß die Pferde vieler Freunde von mir ähnliche Probleme, aber auch andere Probleme (wie z.B. Lahmheiten) haben und frage mich, wieso da so "der Wurm" drin ist. Dann gibt es noch das Beispiel vom "anderen Tabasco" (Trak. von Heraldik xx), der seit geraumer Zeit bei Ingrid Klimke ist und sich dort in wenigen Monaten so gemausert hat, daß man ihn kaum wiedererkennt. Dabei hat Brigitte sich vorher - genauso wie wir alle - Gedanken gemacht und alles Erdenkliche getan, um das Pferd artgerecht zu halten, füttern und bewegen.

Insgesamt stelle ich wiedermal fest, daß das Stallmanagement eine mindestens ebenso große Rolle spielt wie das Reiten an sich. In meinem konkreten Fall ist offenbar sowohl meine Gesundheit (der Rücken hat an der Wirbelsäule sowie an den Bandscheiben durch den Sturz letztes Jahr Quetschungen erlitten) als auch die von Tabasco und Landy (bei Tabbi ist es ein Unwohlsein am Kehlkopf durch die "follikuläre Hyperplasie" (was auch immer das ist) plus das Unwohlsein im Darmbereich das Hauptkriterium, wieso das Reiten nicht so geht, wie wir es gewohnt sind. Also: zunächst ist Sanierung der Gesundheit im Vordergrund, dann können wir weitersehen.

Tuesday, February 10, 2009

Vom Chef-TT (Helau!)

(...) Wiebke sagte, ich will ja nicht drängen,
aber in Niederrad will ich mal nicht tot am Zaun hängen.
Für uns und zwei Pferde stell’ ich mir was vor,
drum ham wir seit März Häuschen, Schuppen, Offenstall und Scheune mit Tor.

Per Zufall hat’s uns nach Büdigen-Calbach verschlagen,
nach Lesen einer Immobilienanzeige in 2007’s Herbsttagen,
ein kleines Liebhaberobjekt wurde dort angepriesen,
im Ronneburger Hügelland zwischen Weiden und Wiesen.

An der Quelle des Krebsbachs leben rund 500 Seelen,
von denen die Meisten am Sonntag beim evangelischen Gottesdienst fehlen.
Wir haben keine Kirche aber ein paar Glocken,
die um zwölf und um sechs an die Suppenschüssel locken.

Erste Besichtigung, es war Liebe auf den ersten Blick,
Wiebke bekam später kurz kalte Füße, doch da gab es längst kein Zurück,
die bestehenden Einrichtungen zur Pferdehaltung haben sie überzeugt,
die verschattenden Bäume hat inzwischen eine Motorsäge gebeugt.

Schwager Wolfgang warnte, hier musste schaffen, schaffen und schaffen,
hier machst du nach Büroschluss noch weiter den Affen,
die Schlafcouch kannst du getrost gleich inserieren,
hier bist du abends so tot, da hilft kein massieren.

Der Vorbesitzer hatte 12 Jahre renoviert,
das ganze Projekt nicht zu Ende geführt,
Ein Traum, von dem jeder Messie sein Leben lang träumt,
bis unter’s Dach mit Schrott und Möhle vollgeräumt.

Doch ich habe gesagt, wir kriegen das hin
und seit 2. Mai wohnen wir tatsächlich im Fachwerkhaus drin.
Für Tabasco und Landy war alles am 1. November so weit,
ich fahre täglich eine Schubkarre Mist seit dieser Zeit.

Es geht quer über die Hauptstraß’, vorbei an der Postkutschenstation,
dann kommt eine Steigung, gut für die Kondition,
bei Matsch sind tiefe Spurrillen ein kleines Problem,
die Schubkarre schlingert links-rechts, sehr unangenehm.

Dann bin ich schon da, schau zu den Sternen hinauf,
denk’ als Freizeitbauer nimmst du das gerne in Kauf.
Und seh’ ich eine Sternschnuppe – das kommt manchmal vor,
dann wünsch’ ich mir schnell einen kleinen Traktor. (...)


Wer die komplette Rede hören will, möge bitte den Autor persönlich kontaktieren: chris.schueller@gmx.net

Wednesday, January 28, 2009

Diagnose - und mehr

Es ist amtlich und ich hab es endlich memorisiert: Tabasco hat eine chronisch rezidivierende Caecum obstipation, dazu eine bakterielle* Lungen- und Kehlkopfentzündung. Dies wurde im Dezember in der Uni-Klinik Gießen festgestellt und behandelt. Dank Frau Wencke Gimplinger wurde das auch schnell herausgefunden.

Seitdem ist er ein Reha-Pferd. Anders als Menschen, hat er seinen Sheriff-Job trotz der Reha nicht an den Nagel gehängt. Es wäre zu fatal, wenn ihm jemand gefährlich wird in dieser Position und außerdem könnte man ja etwas verpassen. Also,...

Er bekommt Diät, streng. Rübenschnitzel eingeweicht. Bäh langweilig und am liebsten würde er jedesmal Landy von seinem Lecker-Trog verscheuchen, weil der normales leckeres Hafer-Müsli-Mix fressen darf.

Heute waren wir bei Frau Dr. Irmen, zur Osteopathie. Das ist für mich der nächste konsequente Schritt in der Gesundung meiner Paddockpferde und ich denke, es war der richtige Schritt. Sie hat bei beiden Pferden die bekannten Diagnosen bestätigt und erläutert und bei Landy einen fies schmerzenden Lendenrückenwirbel gefunden. Der leidet. Aber wie zuvor beschrieben, pienzt er auch oder freundlich formuliert "er ist ein vorsichtiges Pferd".

Tabbi sieht gut aus, da hatte sich einiges blockiert hinten durch den Blinddarm-Schmerz. Sie hat mir erklärt, daß der Blinddarm beim Pferd eine bedeutend wichtigere Rolle spielt als beim Menschen und daß man sich das so vorstellen muß, wenn er verstopft ist , daß er 2 Jahre lang ständig "seine Regel hatte" (können bestimmt nur Leserinnen nachvollziehen) und trotzdem noch durchlässig laufen sollte :-)

Gute Nacht!

*enterobacter agglomerans. Sowohl die Caecum obstipation als auch diese Lungenbakterie sind wohl derzeit sehr häufig auftretende und wenig, oft zu spät erkannte, Phänomene.

Das wünscht sich der Bauer...


Tuesday, January 27, 2009

Die Familie findet zusammen (Sheriff)


Unter der Rubrik "Stories vom Immenhof" findet wohl fast jeder desillusionierte (Neu-) Stallbesitzer wenig zu erzählen. Unser Glück, daß wir eine kleine Farm haben: die hat zwar logistische Nachteile insoweit als daß wir wirklich versuchen wollen, z.B. keinen Misthaufen anzulegen, und auch für einen "eigenen" Reitplatz reicht es nicht. Koppeln müssen natürlich noch her, aber die sind dann außerhalb der Farm.

Will sagen: die Arbeit hält sich bei uns noch in Grenzen, und glücklicherweise faßt unsere Scheune die 500 Ballen Heu, die ich über das Jahr benötige.

So langsam bilden sich hier die einzelnen Charaktere heraus, wobei ich natürlich (!) überwiegend auf die der Pferde eingehe. Landy, der Neuzugang, scheint mir ein kleiner pienziger "ich-tu-mir-ständig-was" zu sein. Erst der Riß über dem Auge, dann zieht er sich in regelmäßígen Abständen die Schuhe ab und so richtig reiten konnten wir bis dato immer noch nicht. Er ist allerdings ein Schätzchen, super-anständig (wiederhole ich mich?), und auch für Dummheiten zu haben. Gestern Nacht hat er die gesamte Boxenmatte völlig hochgehoben, zusammengeknüllt und stand dann am Morgen drauf mit Augen, die sagten "hab ich gut hingekriegt gell? Sieh mal zu, daß Du mir das jetzt wieder glattziehst". Nun - der Sheriff war nicht da!

Der Sheriff: das ist -nota bene- kein Orden, sondern eine Berufsbezeichnung. Und Tabbi ist ja bereits mit einem Stern auf der Stirn geboren, so meint er offenbar jetzt, er müsse überall dabei sein und alles sehen UND vor allem entscheiden, wer wann was machen darf. Und das hängt meist von seinen eigenen momentanen Vorlieben ab. Bei der Boxenmattenaktion (s.o.) war er in der Box, also ohne Möglichkeit, Landy von den Dummheiten abzuhalten. Ich vermute, er hat in der Nacht nicht soo gut geschlafen, weil es vom Nachbarn her ständig geraschelt und gekruschelt hat. Tja, man beobachtet also in so einem vierer-Team doch recht viel und anders als als Einsteller in einem Reitstall. Ich beobachte besser, was und wieviel die Pferde fressen, ich sehe besser und eher am Verhalten, wie es ihnen vermeintlich geht (also vermenschelt interpretiert). Dafür nehme ich ganz explizit Nachteile in Kauf, die durch das Offenstallleben (in Bezug auf geritten werden) und auch durch das Fehlen reitsportlicher Anlagen vor Ort damit einher gehen. Dennoch, ich bleibe dabei, sobald wir die Situation mit dem richtigen Beschlag für diese Böden im Griff haben, werde ich viel in den Hügeln hier trainieren können, zumindest was klettern, galoppieren und natürlich auch bummeln und relaxen angeht. Schöner geht es nicht!


Sunday, January 04, 2009

Quiet days...

Happy New Year ?!

we had some quiet days at home over the holiday season. Inside, I was quite frankly speaking rather stirred and besides, going thru a cold. It was a mixture of feeling well and at home, and thinking about unresolved issues. Of course I am referring to our two babies.

They did not choose to relax or worse, get us to relax. On 25th, the vet came to make some stitches over the eye of Landy, who decided to make some trouble and now, he additionally has a Hufgeschwür and the vet came again...

Tabbi is ok but not more. I am still unsure whether we really found everything which is causing his problems of health. Next steps: both boys will see the dentist next weekend to get a general check. After that, they will get another check by Dr. Rittmann who - I hope - will equally check myself. And after that, we'll see how things evolve.

Unfortunately, I am very pissed with my blacksmith Michel who for the second time in a row, did not show up and therefore I had serious problems to find someone else to shoe my horses right before year's end.

To finish off with something more pleasant: We enjoyed the presence of Silke, the breeder and "mommy" of Tabasco, today. It was very nice, light snow, and the whole family took a walk through the forest around Calbach. Special moments... and she had a "too cute" photo of Tabasco when he was only a few of days old.
A couple of days ago, Ben and Vincent took a ride with Tabasco. And for the rest of the time, I try to improve my home logistic skills and the preparation of meals for the family :-)

Sunday, December 28, 2008


Foto Courtesy of www.alexap-fotografie.de - Alexa Pfau. Dieses Foto ziert ebenfalls den Monat Dezember des Kalenders "Pferdewelten 2009", zu beziehen unter o.g. Internetadresse.
Tabasco und das Team Tabasco Eventing, zu dem bekanntlich neuerdings auch Landy gehört, wünschen allen Lesern schöne Weihnachtstage gehabt zu haben und einen guten Start ins neue Jahr - Tabasco wünscht sich und allen vor allem und ganz besonders GESUNDHEIT!!!!


Sunday, November 30, 2008

What's going on in November

There is pretty much to say so I do not know a more specific title for this entry.

Actually our little barn has a new roof and last Saturday, we had a little Glühwein get-together to celebrate this event. There were some friends and equestrian colleagues at our house to have a look at what we are creating. -- It was even more surprising, that since yesterday our little barn has its purpose: there is a wagon with hay sitting in the barn. Well to tell you the truth the size of today's wagons in relation to the needs of the size of a barn in 1890 has dramatically changed. Fortunately, this wagon sits squeezed but it still fit.

Then, I have to mention really two heroes: Tabasco who is "suffering" tests of all kind in Gießen at the vet clinic. At least we are finding several things in his body that are not working as they should and I pray that the docs in Gießen will be able to define and - more importantly - tackle these issues.
The other hero is conquering my heart, honestly. It is N.S. Landeur (Landy). I am really proud of him, as for the last three nights he has been alone in his paddock (as Tabbi is at the vet clinic). He behaves absolutely correct, of course he is a little unsure about his being alone and I believe at first there were all kinds of monsters suddenly out in the evening. But today (Sunday), I took him alone, in the trailer, to Micha's stable in order to get him some movement. He went into the trailer alone (without help I want to say), be behaved well alone, he moved and had some fun I guess, and then we strolled along the pasture a little to relax and came back home. I am proud because I feel he trusts me and with all the new challenges, it has not been too easy for him the last weeks.



Yesterday we were in Friedberg to celebrate the annual Kreisreiterbund-Ball. In the beginning "of my career riding in Hessen" (I mean in the last years) I personally judged this event as a pretty much bourgeois event and sort of tried to avoid going there. In the meantime, it is - as long as you're actively pursuing equestrian sports - something like a "Pflichtveranstaltung", a must. One reason is the proclamation of the overall winners, the "grand trophy" or Bestenehrung for the year, in each discipline of riding. And we were among the best in eventing for the last four years now. Thank you Tabasco. This year, for the first time, we won 1rst prize in our class. Thank you Tabasco, again. I want to mention once more that he did not make one tiny little mistake this year in all 15 or so jumping and eventing tests we entered!! This is remarkable, and even more remarkable when you consider that his health is not at 100%.

I must say that I still consider this event as pretty much bourgeois, but I see some good things in it, too. There are some good friends you hardly ever see over the year, and then you pretty much know they will be at the KRB-Ball. I enjoy some good friends knowing how to party (I feel like a Spaßbremse sometimes, as I am really an early bird and everything that happens after 10p.m. in the evening, is a little stressful for me. I cannot drink (except water) because otherwise this time reduces itself to 9p.m. - which is worse again. I cannot dance because I used to hate that much plus my aching back does not make it better). But REALLY the band, High Five (?) were really really good!! Then but that is not exclusive to this ball - we meet our friends from Reitclub Altenstadt which is managed by Micha and Otto Messerschmidt (http://www.reiterhof-messerschmidt.de/). It is a rather large stable, we are members since 2006. I am glad to know that there is someone close to me as Micha, who can assist and help with my riding and who is in addition one of the few people I know I consider pretty much horsepeople that handle horses as horses need to be handled, who are not stuck-up and conceited at all and who do not mind passing on their knowledge to less priviledged talents :-)....







Thursday, November 06, 2008

Wir freuen uns, ...




... den Einzug zweier Vierbeiner in Calbach anzukündigen. Vor lauter Kleinkram rund um die Fertigstellung des Hauses nach unseren Vorstellungen sind die weiteren Berichte zu diesem Projekt völlig zu kurz gekommen. Und am vergangenen Samstag war es denn soweit:

Um 10h30 sind Tabasco und Landeur in Ihrem neuen Offenstall eingezogen!!

Dazu gibt es ja gleich einiges an Berichten nachzuholen, zu Landeur (genannt Landy), dem neuen Kumpel sowie zum aktuellen Stand des Projekts an sich.

Also Landy ist nach den vielen vergeblichen Versuchen, den optimalen Kumpel für mich und für Tabbi zu finden, glaub ich ein absoluter Glücksgriff. Glaub ich - denn, weiß ich noch nicht. Zunächst einmal passen die Beiden allein optisch und vom Alter her total gut zusammen. Tabasco ist jetzt 9, Landy ist 10 Jahre alt. Tabbi ist allerdings in den letzten Tagen extrem eifersüchtig und ungezogen zu Landy (siehe voriger Bericht). Deshalb wird er momentan zu Futterzeiten an seiner Krippe angebunden. Ansonsten kann ich momentan mit Landy nur spazieren gehen, weil er aktuell eine Entzündung im Huf hat. Mal sehen, ob ich die mit der Sauerkrautkur (hab ich gelesen, soll man den Huf drin baden über Nacht) schneller fort bekomme. Ihr glaubt gar nicht, wie gespannt ich auf das Reiten bin. Denn ich habe ihn (wg. dieser Lahmheit) nicht probereiten können! Aber der Hauptaspekt war ja nun, daß Tabasco nicht allein am Haus ist und einen netten Kumpel hat und keine Ziege oder so...

Wir freuen uns total, es ist wie im Urlaub: morgens nach dem Aufstehen mal schnell um die Ecke in den Stall gehüpft, und abends vor dem Insbettgehen ebenso... ich hoffe, diese Motivation läßt mit der anfallenden Arbeit und den kleinen noch ungeklärten Problemen nicht allzu sehr nach.

Wir haben nämlich vor, KEINEN Misthaufen am Haus anzulegen. Das heißt: abäppeln, sammeln und dann zum Nachbarlandwirt aufs Feld.
Dann war es zu spät, noch das gute Heu unseres Ortsbauern zu bekommen. Jetzt klaube ich mir das Heu für diesen Winter halt überall und nirgends zusammen. Denn unsere Scheune ist nicht für moderne Rundballen ausgelegt. Es passen (ohne OBEN) ca. 100 Ballen rein, und wenn wir manuell alles nach oben schaffen, bestimmt nochmal gut 100 Ballen (kleine Quaderballen halt).
Das ätzendste, was passiert ist, ist, daß wir falschen Sand als Auflage für die geniale Drainage und Ridcon-Grids erhalten haben! Was die Sache so blöd macht ist, daß wir halt nach der Arbeit im Dunkeln den Sand aufgetragen haben und uns dann leider erst im Hellen gewundert, daß das keine durchlässige Sandschicht, sondern eine einzige lehmige Pfütze geworden ist. Kurz: die ganze Drainage ist für den Arsch. Kann man ruhig mal auf gut Deutsch sagen. Denn jetzt steht Arbeitseinsatz 2 bevor: Sand wieder runter, entsorgen, Grids runter und Sand raus, Grids wieder drauf und mit Kies verfüllen. UND DANN DEN RICHTIGEN SAND DRAUF!! Lehmfrei, gewaschen und 2-3er Körnung.

Foto 1: Landeur "auf Augenhöhe"
Foto 2: Chris nach der Fertigstellung des Paddockzauns

Wednesday, November 05, 2008

Tabasco's speaking (again)

ICH SOLL NICHT MEINEN KOPPELKUMPEL TYRANiSIEREN.
ICH SOLL NICHT MEINEN KOPPELKUMPEL TÜRANNISIEREN.
ICH SOLL NICHT MEINEN KOPPELKUMPEL TYRANNISIEREN.
ICH SOLL NICHT MEINEN KOPPELKUMPEL TYRANNISIEREN.
ICH SOLL NICHT MEINEN KOPPELKUMPEL TYRANniSIEREN.
ICH DARF NICHT MEINEN KOPPELKUMPEL TYRANNISIEREN.
ICH SOLL NICHT MEINEN KOPPELKUMPEL TYRANNISIEREN.
....
tausend Mal!!!!!

Ich bin ein kleiner eifersüchtiger Tyrann und meine Erziehung läßt zu wünschen übrig.

Monday, November 03, 2008

Bitte lesen und nachdenken...

Eigentlich macht es keinen Spaß mehr:

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,587846,00.html

Wir wissen und verdrängen doch alle ein bißchen, was im Reitsport abgeht. Schade. Man kann sicherlich ein Buch darüber schreiben oder Schuldige suchen, man kann es aber auch lassen. Das ist eine Sache mit System.

Außerhalb der o.g. Thematik gibt es ja auch noch die des unnötigen und nicht gerade tierfreundlichen Supports der Pharmaindustrie (Stichwort u.a. Häufigkeit von Influenzaimpfungen) sowie Verstöße gegen Horsemanship und reiterliches Miteinander. Da kommt also eins zum anderen. Dennoch: Die Augen UND den Mund zuzumachen, bedeutet, Systeme zu unterstützen, die leider nicht mehr ihre Richtigkeit haben. Daher wünsche ich mir von allen für 2009: AUGEN AUF, MUND AUF!!!!!!

Monday, October 13, 2008

Zitat Pat Parelli

WENN DEIN PFERD NEIN SAGT HAST DU ENTWEDER DIE FALSCHE FRAGE GESTELLT ODER DIE FRAGE FALSCH GESTELLT.

Friday, September 26, 2008

(Kleine) Erfolge und Relationen

Wir können nun Ende September bereits diese Saison Revue passieren lassen. Es wird sportlich nichts mehr passieren dieses Jahr. Ende November steht der Kreisreiterbund-Ball an und das war's.

Statistisch gesehen habe ich die interessante Relation einer Aufwand zu Ertrag-Erfolgsrechnung heute gelesen. Auch unter Einsteigern, Hobbyreitern und Nicht-Profis schwankt die Bandbreite an der Frage, wie oft im Jahr starte ich in einem Wettkampf vs. wie oft im Jahr beende ich einen Wettkampf erfolgreich, ganz gewaltig. Heute, veröffentlicht in Unser Pferd, habe ich gelesen, daß ein 11-jähriger Buscheinsteiger (mit oho - gewaltigen Ambitionen, nämlich wenn er groß ist mal nicht Feuerwehrmann, sondern Vier-Sterne-Reiter zu werden), in seiner allerersten Buschsaison mit seinem Pony 30 Schleifen bei 34 Starts geholt hat. Wow. Wieviele Wochenenden hat ein Jahr?
Das Team Tabasco hält dagegen mit 10 Turnieren, dabei ca. 20 Starts und 20 Schleifen, davon fünf erste Plätze (incl. Mannschaften).
(Figures to be revised upon finalization of YTD statistics).

Objektiv gesehen haben wir die sportlichen Ziele für dieses Jahr nicht erreicht, wenn ich den Ausbildungsgang meines Champions betrachte sowie die Tatsache, daß wir uns aufgrund meines Reitunfalls eine Klasse unter der angestrebten (VS-A/L) bewegt haben. Objektiv gesehen steht auf unserem Erfolgsblatt bei der FN für 2008 nicht sehr viel, eher sehr wenig.

Die Gegebenheiten gesehen dürfen wir jedoch sehr zufrieden sein, und hatten auch viel viel Spaß! Neben der Hunterklasse (www.huntercup.de) haben wir etwa 10 Geländeprüfungen geritten, davon 2 Stilgeländeritte der Kl. A und einen Geländereiter-WB für Senioren, ansonsten Stil-E Geländeritte. Wie gesagt, der Challenge war dieses Jahr, meine durch die Wirbelbrüche eingeschränkte Beweglichkeit in den Griff zu bekommen. Gepaart mit der wahrscheinlich durch Tabbis gebrochenen Zahn verursachten "Unrittigkeit" (daher Verzicht auf Starts in Dressurprüfungen), hat diese Saison zumindest die Motivation erhalten, weiter zu machen. Aber auch und vor allem weiter zu machen mit dem Aufbauprogramm des Jockeys.

Tuesday, September 09, 2008

Kein Ende der Sorgen

Eigentlich hatte ich gehofft, längst eine Entwarnung hier eingestellt zu haben. Aber es ist dem Champion nicht vergönnt. Die Zahn-OP, für ihn ätzend genug und dazu für mein Budget auch eher sehr unerfreulich, war nicht alles.

Die anschließende Kolik habe ich schon erwähnt, da ist er gut rausgekommen. Aber leider baute er zuhause auch danach nicht auf. Lief eher traurig mit den anderen auf die Koppel, etc. - so daß ich heute Morgen zur Kontrolle nach Butzbach fuhr und eine weitere Hiobsbotschaft bekam: der Zahn vor dem operierten Zahn ist ebenfalls gebrochen. Frau Dr. Müller mußte ihn feilen und die offenen Kanäle füllen. So hat unser Kontrolltermin wieder ca. 3h gedauert, ganz zu schweigen von den Kosten :-((.

Tabbi steht jetzt zuhause auf der Koppel und erholt sich hoffentlich bei Sonnenschein gut von den heutigen Strapazen. Drücken wir dem Champion die Daumen, daß damit die Zähne wieder ins Lot kommen und er durch gutes Verdauen wieder zu Kräften kommen wird. Es wird dauern... Geduld ist gefragt.

Thursday, August 28, 2008

Hard times

Leider gibt es im Leben nicht nur "schönste Momente". Darüber kann man sicher lange philosophieren, so in die Richtung "wenn es nur schöne Momente gäbe, könnte man diese gar nicht wertschätzen"... nun denn, hier und jetzt gibt es gerade meinen Champion betreffend ein paar ganz fürchterliche Stunden.

Heute morgen kam ich zur Pferdeklinik Butzbach, wo Tabbi am Di. morgens per OP einen kaputten, faulen Zahn gezogen bekommen hat. Mich ereilte ein Riesen-Schreck und eine fürchterliche Erinnerung, als ich ihn dort heute (Do) auf dem Paddock stehen sah: Kopf gesenkt, trauriger teilnahmsloser Blick und körperlich völlig fertig. Ich habe ihm sofort von Galaktico erzählt, meinem damals nach der Reitpause ersten erworbenen Pferd (Trak., von Donaumonarch/Caprimond), der wg. eines Magengeschwürs leider auch so aussah und dieses Drama nicht überlebt hat.

Damals habe ich mir geschworen, daß kein Pferd auf meine Entscheidung hin wieder eine Kolik-OP bekommen wird - unter den gegebenen Umständen. Zurück zu heute: ich setzte mich also in einiger Entfernung, damit er Ruhe hat, zu ihm. Was passierte, er schwankte langsam auf mich zu und legte sich dann ab - komplett. Er stand wieder auf und legte sich wieder. Das sah so jämmerlich aus - und ich konnte ja nicht helfen!!!

Dann kam gleich die Tierärztin und brachte den zufällig wg. einer dortigen Schulung anwesenden Kolikexperten Dr. Erpenstein mit. In den nächsten Minuten mußte ich den armen Champion nochmal richtig leiden sehen: rektale Untersuchung, krampflösende Spritzen, Bremse drauf und auch noch Schlauchsonde mit Parrafinöl. Lecker!!!!

Gut gings ihm als ich wegfuhr jedenfalls nicht. Und gut ist was anderes. Seit einigen Stunden male ich mir jetzt aus, was im worst case zu tun ist. Und zittere weiter. Drücken wir dem Kämpfer die Daumen!!! Daß er wieder ein glückliches Pferd wird, und zwar diesmal ohne faulen, kaputten Zahn. Der monatelang weh tut!! Bis ihn jemand findet*.

* Interessant, daß mehrere Personen, die Dentisten und/oder Zahnärzte sind, immer wieder auf meine Bitte hin ins Maul geschaut - und nicht gesehen haben (wollen). Eigentlich komisch: ich habe ja den abgebrochenen Zahn stecken sehen, als Frau Dr. Müller ihn mir gezeigt hat. Ich bin der Meinung, ein Profi hätte allein aufgrund des Allgemeinzustands meines Pferdes viel früher erkennen müssen, daß eine derartige Ursache zugrunde liegt.

Wednesday, August 20, 2008

Der Elch leidet erfolgreich...

Leider (!) ist die lang ersehnte Lauterbach Castle Trophy ausgefallen. Wir haben Zahnschmerzen!! Immer mal wieder was Neues, und mglw. bzw. sogar sehr wahrscheinlich sind diese auch Ursache des gesamten Stoffwechselproblems von meinem Champion, der mir zunehmend Sorgen machte und traurig in die Welt blickte (solange keine Geländestrecke ihn davon ablenkte). Schade mit den Zahnschmerzen, weil der tapfere Tabbi monatelang mit aua gelaufen ist und schade, denn wir waren wirklich bestens vorbereitet und haben uns sicher gefühlt wie selten zuvor.

Nun gut. Letztes WE dann als Ausgleich zwei kleine Seniorenprüfungen anläßlich des Rumpenheimer Geländetages auf dem Programm. Trotz der Zahnschmerzen konnten wir beide Prüfungen mit 8.0 gewinnen! Das hat mich sowohl gefreut als auch überrascht, waren wir doch in den Vorjahren in Rumpenheim nicht besonders gut weg gekommen. Tabasco war supergut drauf und es hat riesigen Spaß gemacht, auf einer gut präparierten Strecke zu galoppieren. Das Team in Rumpenheim ist sehr seniorenaffin (und wurde auch mit jeweils über 40 Nennungen für diese Prüfungen belohnt), und die Atmosphäre dort ist echt familiär. Schön - wenn auch ganz anders als im großen Sandkasten.

Nebenbei bemerkt, haben wir mit diesen guten Noten auch als Mannschaft - sowohl für den RC Altenstadt als auch für die "wiehernden Elche" unser Schärflein beigetragen - hier der Presseartikel für den hess. Trakehnerverband:

Zwar auf "ländlichem Niveau" und nicht im Hochleistungssport, doch hier sehr erfolgreich präsentierten sich am vergangenen Sonntag in Offenbach-Rumpenheim anlässlich des Geländeturniers unsere Trakehner. Hervorzuheben ist, dass im Senioren-Stilgeländeritt Kl. E mit über 40 Startern gleich drei Trakehner auf den vorderen Plätzen zu finden waren: 1. Wiebke Schüller mit Tabasco 073 von Polarpunkt/Timber, 2. Stephan Gerlach mit Pepperoni 7 von Puschkin R und 4. Robert Brühl-Berning mit dem 20-jährigen Kasper von Konvoi.
Die Mannschaft "wiehernde Elche" war diesmal nicht ganz so geschickt aufgestellt wie in Büdingen, konnte sich aber immer noch aufgrund der guten Einzelergebnisse einen dritten Platz unter 12 Mannschaften erkämpfen. Die Mannschaft tritt mittlerweile geschlossen in den von Andrea Becker gesponserten "wiehernde Elche"-Shirts auf und hat neben den guten Leistungen auch damit einige Aufmerksamkeit erwecken können.
Das Ergebnis zeigt erneut, dass gerade bei Senioren und Hobbyreitern die Trakehner in der Gunst der Reiter und Richter - und auch in den Ergebnissen - ganz vorn liegen und dies weiter gefördert und berücksichtigt werden sollte. Zuletzt hat Mareike Becker als einzige Juniorin unserer Gruppe auf der Hess. Meisterschaft Vielseitigkeit in Birstein einen beachtlichen Bronzerang erritten, und zuvor hat unsere "Wiehernde Elche" Mannschaft im Mai in Büdingen eine Gelände-Mannschaftswertung souverän gewinnen können.

The Making of...

August 2008: Der Paddock mit Drainageauflage (Kies)



August 2008: der feine Splitt 2/6er,
der auf die Drainage und unter die Ridcon
Paddockplatten kommt.







Tuesday, August 05, 2008

Good luck for Hongkong/Peking

Team Tabasco wünscht insbesondere Dibo, aber natürlich dem gesamten deutschen Team pferdammt gute Ritte und viel viel Freude auf den olympischen Spielen in Hongkong!!!

Tuesday, July 22, 2008

Uelzener Huntercup - Finale 2008

Am Sonntag fuhren wir - Team Tabasco Eventing - nach Erbach/Odenwald, um das Finale des Huntercups zu reiten. Es gab im Vorfeld einigen Online-Stress mit der Online-Nennung, der sich jedoch glücklich fügte - und mit der Kopfnummer 400 muß man doch wirklich reiten!! Und nicht zuhause bleiben. 2 Tage davor waren wir noch bei Rolf Petruschke zum Training lösender Arbeit (...), und nun...

In Erbach strahlender Sonnenschein und ein lockeres motiviertes Pferd. Ich habe ja mittlerweile gelernt, daß das nicht selbstverständlich ist, sondern daß ich dankbar sein darf, selbst ok zu sein und ein fittes, gesundes, ehrliches, vermögendes, feines Pferd reiten zu dürfen. Zum Ambiente in Erbach ist erneut zu sagen, daß es einfach sehr angenehm dort ist: ein eher "größeres" Turnier mit vielen Profis und bis M** Springen ausgeschrieben, ein toller Platz, schöne Sprünge und auch ein professionelles Richterteam, das verstanden hat, worum es in der FN Hunterklasse geht und das entsprechend ansprechend für Zuschauer und Reiter kommentiert. Dazu kurze Wege und wegen des angrenzenden Wiesenmarkts* (nur deswegen?) auch einige Zuschauer und gute Stimmung.

Nun, die No. 400 war gleich der erste Starter - wir kamen mit 78% raus. Das ist irgendwie meine Glückswertung, mit 78% hab ich bisher fast immer gewonnen. Und hier auch wieder! Riesen-Freude!! Vor allem über die großzügigen Ehrenpreise und die wirklich todschicke Paradedecke für Tabasco hab ich mich riesig gefreut.

* Der Erbacher Wiesenmarkt, so lernte ich, ist das größte Volksfest in Hessen.

Impressions...


... am Wasser


... (fast) und spektakulär im Wasser


... die Hecke am Bierzelt vorm Wasser

Kaisersesch 2008, Zellersbucher Maare - Geländeritt Kl. A

Fotos: www.krpano.de