Sunday, July 04, 2010

Alice in Tabbiland





Ihre ersten 10 Sprünge am Stück im Gelände hat gestern Alice mit Tabbi in Büdingen gemacht. Tropische Hitze, zuuu viele Bremsen - aber Tabbi ließ sich nicht ausbremsen. Good job, Alice!!!

VS-E Platz 7 - trotz zweier überflüssiger Patzer; erst ist sie "mutig" an Sprung 5 vorbeigeritten (siehe Beweisfoto beim 2. Anlauf perfekt überwunden) und dann hätte sie sich nach Sprung 9 aus unerfindlichen Gründen fast vom Tabbi verabschiedet und hat mit Sicherheit Glück gehabt, daß die Zeituhr nicht lief.... Minuten später (!) verfielen die beiden dann in ihren Endspurt-Galopp über Sprung 10...

Monday, June 21, 2010

Es ist Sommer... (Tabasco's speaking)

7 Uhr morgens.
Chris war schon da und hat mir Heu in die Raufe gefüllt. Jetzt wirds langsam Zeit daß die Mamma kommt. Manchmal verpennt die. Dann kommt sie sogar erst, wenn der Brötchenwagen schon durch war. Dabei bin ICH doch erst dran!! Naja den Brötchenwagen verpennt sie dann auch. Aber der hat eine Weckfunktion, der hupt so laut vor unserem Haus, daß spätestens dann alle wach sind. Naja heute kam sie eher, also vor dem Brötchenwagen. Es gab Rübenschnitzel, das ist nicht so mein Ding aber egal. Während ich gefressen habe, wurde vorn an der Straße bereits gebaut. Gefragt haben sie mich mal wieder nicht, schlimm genug. Ich bin empört. Beim fressen will ich Ruhe haben. Einzig die zwei Spatzen am Boden dürfen da sein. Mamma hat während ich gefressen habe die kompletten Tretminen vom Paddock gesammelt. Nachts sehe ich immer zu, daß ich den Paddock so vermine, daß wirklich kein Quadratmeter mehr ohne einen wunderschönen Apfelhaufen von mir da ist. Gelingt meist ganz gut. Sogar so gut, daß ich heute längst mit fressen fertig war, als sie noch sammelte... irgendwie hatte ich es heute eilig und mußte sie mal aufmischen. Bin vorn zum Tor gegangen und habe mit meiner Beintechnik versucht, das Tor zu öffnen. Hab ja nun oft genug gesehen, wie die das machen, die Menschen. Fein säuberlich. Mit meinem Bein kann ich den Balken reinziehen oder mich auf den Balken stellen. Ist etwas frustrierend, denn es funktioniert nicht wie geplant. Dann gebe ich erneut ein empörtes Schnaufen von mir. Hört mich denn keiner? Ich erwarte daß man mir die Wünsche von den Lippen abliest. Ja, hört mich denn keiner??? Ich könnte LÄNGST auf der Wiese sein!! Dann ging Mamma mit der vollen Karre weg und ich hab die Panik geschoben: wenn sie jetzt erst einen Kaffee trinken geht? Wenn sie mich nicht, wie es gehört, zuerst auf die Wiese führt? Überflüssig genug, denn ich würde schon lieber allein gehen. Da könnte man soooo viel erkunden auf dem Weg. Wenn einen keiner am überflüssigen Halfter führt. Ich würd mal in jeden Garten reinschauen. Am besten auch alle Sträucher mal probieren. Die meisten sind ja ganz lecker. Naja...
Kaum war sie um die Ecke mit der Karre, habe ich einmal herzzerreißend gerufen. (Weil die Bagger so laut waren, gleich 2x!!). Gaaanz laut! Das kann ja wohl nicht ihr ernst sein, ICH bin jetzt erstmal dran! Uffz und das hat funktioniert. Sie kam lachend um die Ecke, weil ich das wohl wieder ganz charmant hingekriegt habe :-)...

Wednesday, April 28, 2010

Dear Tabbi

Dear Tabbi,

This is an unexpected break in our relationship. I am a little "dead" at this moment, because my life has lost a lot of value. Not only the riding, but of course, substantially so.

You are very special, Tabbi and I am trying to get that message over to you every day.

After those first years that we grew together - and we grew together a lot more successful than I ever thought from the beginning - I was so much looking forward having a couple more fun years with you in eventing. This time it's me who's making it impossible. Again, whatever may happen, I wish you be near me because I think my soul will need you. And then we'll see how things go on - dead or alive.

"Me - TT"

Am letzten Wochenende waren wir in Hamburg zum Marathon - ich als TT.

Chris hat sich dort respektabel geschlagen, war der schnellste Bruchköbler, und in der Gesamtwertung im ersten Drittel.

Abholen lassen hat er sich mit den Worten "Der kleine Christian will aus dem Läuferparadies abgeholt werden" :-) (Ohne Kommentar).

Sunday, January 17, 2010

Jahresziele

Die Jahresziele vom Team Tabasco beziehen sich auf unser Zuhause, da alles andere derzeit nicht beurteilt werden kann.
Der Winter bringt einige Dinge ans Licht, die im Sommer nicht so auffallen bzw. stören. Was den Paddock betrifft, ist die vorübergehende Lösung die Evakuation von Tabbi nach Altenstadt. Ich atme auf, denn das nasskalte Wetter hält an und es ist wirklich fast unmöglich, bei Glatteis bzw. Sturm in den Wald zu reiten. In Altenstadt dagegen nehmen wir ein Basistraining auf, das einfach "Spaß macht" und wenigstens insofern versprechend ist, als daß es unsere Performance wieder etwas verbessert (hoffen wir). Außerdem kann ich mich mal wieder auf Putzen, pflegen und reiten konzentrieren und nicht auf misten, Heu stapeln undsoweiter.
Was das Haus bzw. den Hof betrifft, sehe ich immer mehr die Prioritäten dahin gehen, daß von allen Baumaßnahmen als erstes der Hof (derzeit Berg-und Tal Kopfstein, mit Unkraut dazwischen, und dazu noch teils patchworkartig verlegt) gemacht werden muß. Mit genügend Gefälle, so daß kein Wasser (wie derzeit) drauf steht, einheitlich und in einen Kiesweg zum Paddock hin auslaufend. Ach wäre das schön...
Dann die Treppe zur Haustür. Katastrophe, das sind sowas von rutschige Fliesen darauf, plus daß die Farbe dieser Fliesen etwas ätzend ist: Projekt Hof und Haustreppe gehört für mich zusammen.
Und dann: freiräumen des Schuppens (da ist noch immer viel Baumaterial etc. vom Vorbesitzer drin), so daß man a) ein Auto darin parken kann (Carportmäßig) oder b) falls mal Besuch kommt, auch eine Notbox daraus machen (für 1-2 Pferde).
Alles andere, wie weiterhin Beschaffung guten Futters, Optimierung des Paddocks und der überdachten Liegeflächen etc. - das sind Kleinigkeiten, die am Rande wachsen müssen. Bzw. deren Ideen am Rande wachsen müssen. Da zeigt sich während der Nutzung so einiges, was man vorher gar nicht so gesehen hat, was unpraktisch ist, etc.

Tuesday, January 05, 2010

Ein schönes neues Jahr...

... wünschen wir allen und uns allen. Es gab in den letzten Monaten - nach dem Nordseeurlaub - quasi viele Turbulenzen, von denen ich nicht sicher war, ob sie für das Tagebuch taugen bzw. ob sie zu oft revidiert werden müßten. Dies hat sich noch immer nicht geändert.

Nun, zwischen den Turbulenzen sind natürlich einige Fakten, die wir hier einmal festhalten. An Weihnachten hat sich unsere Überlegung, unseren süßen Landy abzugeben, konkretisiert. Wir haben uns monatelang mit dieser Frage beschäftigt und es uns nicht leichtgemacht, diese Entscheidung zu treffen. Das Knopfauge wird es bei Janine mindestens genauso gut haben wie bei uns. Der Abschied hat natürlich dazu geführt, daß Tabbi zunächst mal 2 Nächte allein am Paddock verbracht hat. Er hat - wie wir - getrauert. Und nicht nur deshalb (sondern auch wegen notwendiger Silvester-Evakuierung aus dem Dorfkern) ist er in den Stall nach Altenstadt umgezogen. Dort bewohnt er jetzt eine sehr komfortable Strohbox. Für uns ist dies ebenso luxuriös, denn es heißt, daß wir ein paar Wochen lang "Urlaub" haben und nicht bei minus 15 Grad morgens und abends den Paddock herrichten etc..
Am ersten Weihnachtstag überraschte uns dann noch ein Wasserrohrbruch, der bis heute nicht repariert ist (wegen der üblichen Formalitäten mit Versicherung etc.). Aber wenigstens können wir schon wieder sorgenfrei Zähne putzen und Tee kochen :-).
Schlußendlich haben sich auch noch ein paar liebgewonnene Menschen und Tiere aus unserem Freundeskreis unerwartet in den Himmel verabschiedet.
So, was noch offen ist, die guten Vorsätze sozusagen oder auf diesen Blog bezogen, der Jahresrückblick bzw. die Vorschau: ich tendiere mental fast dazu, den sportlichen Teil unseres gemeinsamen Lebensweges abzuschließen. Ich möchte es natürlich noch nicht. Es ist einfach so, daß sich im Verlauf dieses Jahres gezeigt hat, dass meine Unfallschäden im LWS-Bereich und am ISG sich nicht wie gewünscht fortzaubern lassen. Ohne dies detailliert zu erläutern, ist die Folge davon, daß ich nicht wirklich schmerzfrei reiten kann und entsprechend auch nicht in der Lage bin, ein sensibles Pferd sensibel zu steuern. Wir hatten bereits einige sehr sehr schöne Jahre und mein Ziel, das ich hatte, als ich "damals" Tabasco zu uns geholt habe, ist längst und für mich überraschend gut, in Erfüllung gegangen. Remember, damals habe ich Angst gehabt, einen kleinen Baumstamm zu Pferd zu überwinden, und das Ziel war, einmal eine A-Vielseitigkeit zu reiten. 2007 konnten wir bereits in unserer allerersten A-VS dritte werden. Während ich diese Zeilen schreibe, holen wir Erinnerungen hervor und der Chef-TT wurde gerade damit beauftragt, ein paar kleine Filmchen in diesen Blog zu stellen: Es war einmal...

Tuesday, September 22, 2009

"Ein Logenplatz in der Natur"

Foto: ... direkt auf dem Weg zum Watt


... so wirbt der Cuxhavener Reiterhof Küstenlümmel - ähnlich lese ich es eigentlich nur bei den Safari-Lodges in Afrika, mit Blick auf Savanne, Wüste, Antilopen und Zebras. Meist sind diese Logenplätze wirklich luxuriöse, unbezahlbare "Suites" mit Zeltcharakter, eben inmitten der Natur. Wenn es denn in Deutschland einen Ort gibt, der sich mit einer Safari-Lodge vergleichen kann, dann gehört der Küstenlümmel mit Sicherheit dazu!
Nichtmal abseits vom touristischen Trubel und dennoch einsam und ruhig im küstennahen Wald gelegen, hat uns ein traumhafter Urlaub erwartet. Schon kurz vor der Ankunft am Hof kamen mir fast die Tränen, als ich links und rechts des Weges die wunderbaren Sandwege sah, die explizit als Reitwege gekennzeichnet sind. Im Grunde ist die Sahlenburger Heide sowie das Watt um Cuxhaven und Holte-Spangen touristisch bestens erschlossen. Es gibt mehrere größere Campingplätze sowie eine Vielzahl an Pensionen und Hotels, dazu das übliche Gastronomie- und Shoppingprogramm sowie Schlechtwetteralternativen en masse - denn das Wetter ist bekanntlich in der Regel das Hauptproblem eines Urlaubs in Deutschland - so man denn im Urlaub von Problemen sprechen kann. Dennoch fühlten wir uns hier wirklich fernab von Lärm und Trubel.
Schöne. Ferien.
Für uns reisende Engel gab es 5 volle Tage Spätsommersonne! Inclusive wunderschöner Sonnenuntergänge und genügend Sonne für faule Stunden mit einem guten Buch in der Hand im Strandkorb (direkt auf dem Küstenlümmel), auf der Relaxliege oder auf der Terasse. Indes hatten die Pferde auch direkt sowas wie eine "Kur": Box, Futter, Koppel - alles zur freien Verfügung und vom Feinsten. Und wir hatten Urlaub! Wir mußten weder Füttern noch misten!
Was ihr wollt: * (Warmduscher-), **(Power-) oder ***(Hardcore-)-Tour
Ein völlig entspanntes Programm mit vielen Abenteuern wartete auf das gesamte Team Tabasco. Ich träume von Ritten am Meer seit Jahren und für mich ging ein Traum in Erfüllung, als wir gleich am ersten Abend ungeduldig losgeritten sind. Die Tidenzeiten waren für die "große Tour" nach Neuwerk nicht geeignet (macht nix), so bin ich zunächst mal mit Tabbi allein losgezogen. "Zum Watt" stand schon nach wenigen Metern auf dem Schild, und ich dachte fein, dann verreiten wir uns wenigstens nicht. Also sind wir beide mit der uns eigenen Neugier vorangestapft. Dort angekommen, erwartete uns das volle Programm an Adrenalin in der Abendsonne: Möwen, Hunde, schnatternde Schulklassen auf Wattführung, kurzum alles bunte bewegende Punkte im spiegelnden Watt.
Das war dann selbst dem Sheriff zu gruselig. Er stoppte alle 2-3m, um die Lage zu peilen. Wir waren bestimmt grad 50m im Watt, meinen Auftrag als "Jockey" konnte ich mangels Ortskenntnis auch nicht erfüllen (denn ich hielt die spiegelnden Flächen für tieferes Wasser und traute mich daher nicht weiter vor) und so kehrten wir mit diesem ersten aufregenden Eindruck um - zurück auf den Sandweg längs der Küste. Der lud dann so richtig zum galoppieren ein, was wir dann auch nach Herzenslust taten - ein Weg OHNE ENDE!!!! Er hatte natürlich ein Ende, und grad dort angekommen, startete der Rotkreuzhubschrauber DIREKT über unserem Kopf zum Einsatz. Hatte ich (!) ne Panik - nur Sheriff interessierte sich trotz des ohrenbetäubenden Lärms und den drehenden Rotoren nicht die Bohne für das Ding, das seinen Galopp hier und jetzt ganz bestimmt nicht stoppen sollte.
Profi-Besuch und zwei bildschöne Trakehner am Meer
Von Donnerstag auf Freitag kam dann recht überraschend Maren mit Tabbis damaligem Koppelkumpel Kaspar auf Besuch. Jetzt sollte die Watt-Tour erst richtig starten. Die zwei Jungs waren in freudiger Aufregung und mit den norddeutschen Profis an der Seite ging die Tour diesmal dann auch wirklich auf dem Weg nach Neuwerk bis durch die drei ersten Prile durch. Mehrere schöne Galopps halfen uns dabei, ein paar Kilometer gut zu machen, bevor uns dann die nahenden Wattwagen überholten. Für mein kleines Hasenherz war das dann auch genug. Gefühlte 6km galoppiert, mahnte ich zum Umdrehen. Wie gesagt, Neuwerk läuft nicht davon. Jedenfalls waren das weit und breit die schönsten Pferde im Watt, unsere zwei Trakehner!
Abends waren wir dann noch zum Ausklang eines wirklich schönen Tages in einer ganz netten Pizzeria in Cuxhaven essen.
Am Freitag hatte dann Tabbi - nach einem weiteren schönen Ritt in die Heide mit Kaspar an seiner Seite - oder vielmehr hinter sich, denn Kaspar versteht es besser als jedes abgebrühte Schulpferd, seine Konzentration nach innen zu verlegen und träumend hinter einem Leittier hinterher zu trotten - etwas dicke Beine. Nicht besorgniserregend, aber dennoch mahnte das zu einer Pause. Kalt abgewaschen, Clay drauf und ab auf die Koppel.
Nach Maren's Abreise sind wir gleich noch "hinterher gefahren" und haben Tabbis Familie in Farven besucht. Eigentlich alle, außer Silke. Zu süüüß, die Mädels.
Samstag und Sonntag standen dann weitere Heide- und Wattritte, diesmal mit Annika und Leo, auf dem Programm. Letzterer wurde dann allerdings erneut eine Tour von mir mit Tabbi allein, weil Leo am Sonntag früh ein wirklich dickes Bein hatte und daher zuhause bleiben mußte.
Tabbi und ich bummelten also zum Abschied - diesmal wegekundig wie die Profis - direkt zum Watt, legten einige schöne Galopps ein und planschten nochmals im ersten Pril.
Ich kann nur eins sagen: der Abschied war wirklich traurig.

Sunday, August 16, 2009

Die grüne Saison


Dieses Wochenende wurde die grüne Saison einmal versilbert*, aber im Grunde bleiben wir unserer Linie treu :-(. Wieder eine grüne Schleife, als 6. in der Geländehunterklasse von Offenbach-Rumpenheim. Das ist zum Saisonende ein Geländeturnier (d.h. keine komplette VS im Angebot), das wir immer recht gern wahrnehmen, weil es einen weniger professionellen, dafür lockeren und familiären Charakter hat.
Dieses Jahr gab es einige Unstimmigkeiten - seitens des Veranstalters kann man nicht alles im Griff haben, dennoch hat sich das mittlerweile routinierte Team diesmal nicht nur Freunde gemacht. Während bei der erst ganz aktuell in der LPO verankerten Hunterklassen alle anderen Veranstalter in den Ausschreibungen bereits auf evtl. Handicaps hinwiesen, ließen uns die Freunde aus Rumpenheim alle nennen, um dann 1 Tag vor Prüfungsbeginn per lapidarer e-mail zu verkünden, daß die Nennung der Huntergelände 80 und dem Stilgeländeritt Kl. A per LPO nicht erlaubt sei. Prima. Jetzt wissen wir es alle, aber hätte man das nicht der Hobbyreiterzielgruppe durch vorherige Mitteilung kommunizieren können? Da kam einiger Ärger auf, und nicht zuletzt der dabei zuviel gezahlte Einsatz wurde nicht zurück gezahlt.
Hat dieses Turnier vor einigen Jahren mich auch (fast) eine schöne Platzierung gekostet, weil ich ein - nicht in der Skizze eingezeichnetes - Pflichttor nicht geritten habe.
-- Wie auch immer, Tabbi ist momentan weiterhin gut drauf, hat die Trainingsrunde in Butzbach bei Jens Fleischer sehr locker und motiviert absolviert - und war auch genauso jetzt wieder am Tempel drauf. Eine flotte Runde powerte er mir die 10 nicht zuu einfachen Sprünge durch, kam allerdings wieder ein paarmal etwas zu dicht, was mich am Ende wahrscheinlich einige Prozentpunkte kostete. Der Kurs fing wirklich einfach an (fast ein wenig zuu niedrig), hatte dann aber einige schmale und knifflige Elemente. Ließ sich den Hunterkriterien entsprechend aber in flüssiger Linie reiten.

*In der Mannschaft, RC Altenstadt II haben wir den Sieg ganz knapp verpaßt, und als Ehrenpreis ein Leovet Pferdeshampoo pro Pferd mit nach Hause nehmen dürfen.

Monday, August 10, 2009

Mein Name ist Tabasco

Hallo,

ich heiße Tabasco und bin 10 Jahre alt.
Ich lebe mit meiner Familie in Calbach/Hessen. Das ist bei Büdingen in der Wetterauer Schweiz. Also hier muß man klettern, egal wohin man geht. Sonst ist hier die Gegend eher flach, nur bei uns nicht. Aber da wo ich groß geworden bin (bei Bremen) ist es auch flach.
Ich mag am liebsten Bananen. Mein Hobby ist Sheriff-sein.
Die Koppel finde ich cool, solange es nicht zu heiß ist. Lustig finde ich, wenn es volle Kanne regnet. Nur danach kratzt das Fell immer so und ich muß mich wälzen. Dann sagt die Mama "ohje, hat der sich paniert". Versteh ich gar nicht, denn das ist so cool. Was ich nicht so leiden kann, ist wenn die Mädels mit dieser komischen Maschine kommen, und mir ohne zu Fragen alle Haare abscheren. Unverschämt, das kitzelt, das ist Tierquälerei! Ich blas mich dann immer auf und mach mich groß und krieg ganz große Augen, um denen Angst zu machen. Funktioniert aber nicht, und dann sagen sie hinterher auch noch, daß das schick aussieht und ich vorher (im Winter) aussah wie ein Isländerpferd. Ich mag Isländerpferde, und die frieren wenigstens nicht. Aber ich werd ja nicht gefragt.
Ach übrigens, ich war und bin auch ein Model. Ich habe nämlich den Trakehner-Charme, obwohl ich nicht "typvoll" bin sagen sie. Model war ich bei Thomas Cheney und Alexa Pfau, und natürlich kann man mich auch immer wieder buchen. Mit oder ohne Reiter.
Ansonsten hab ich die Sache zuhause ganz gut im Griff. Das war mir schon wichtig. Der Kumpel muß springen und wenn ich was will dann krieg ich das meistens auch.
Manchmal sagen sie ich sei frech aber das stimmt nicht. Man muß ja sehen wo man bleibt.
Wir sind ansonsten schon ein sportlicher Trupp. Chris vor allen Dingen. Das ist der Chef und Chef-TT. Der läuft manchmal sogar 100km am Stück, das hat er vor ein paar Jahren mal gemacht in der Schweiz. Also in Biel, das ist nicht die Wetterauer Schweiz, sondern die richtige Schweiz. Wo Kühe mit so riesigen Glocken die ganze Nacht bimmeln. Ja er hat gesagt, da ist er nachts gelaufen (wahrscheinlich damit keiner merkt wie bekloppt einer sein muß, 100km am Stück zu laufen). Ansonsten läuft Chris manchmal 10 oder 20km, oder einen Marathon. Wir sind eigentlich 2 sportliche Buben. Ich ja auch. Mir macht ja nix was aus. Nicht das klettern, aber erstrecht nicht eine Geländestrecke wo Mamma Jockey manchmal Schiss kriegt.
Mir gehts jetzt wieder ganz gut eigentlich. Ich bin ein fittes Kerlchen, in vieler Hinsicht.

Wir haben uns an einige schöne Ritte aus den letzten Jahren erinnert. Denn in der Hunterklasse und im Stilgelände gibts ja meist Kommentare von den Richtern. Zieh Dir das mal rein:
a) Niederwaroldern, Pilotprüfung Gelände-Hunter 90 (2006): "Ein Ritt, der dem schon sehr nahe kam, wie wir das sehen wollen" (E. Schulte-Günne, WN 85%, 1. Platz)
b) Fulda, Pilotprüfung Hunter 95: "Ein Pferd mit hohen Rittigkeitswerten, guter Bascule. Die Reiterin immer sicher im leichten Sitz..." (T. Kaspareit, WN 78%, 1. Platz)
c) Gravenbruch, Stilgeländeritt Kl. A (2007): " Wieder ein gewohnt souveräner Ritt ... aber sie hat ja auch ein gutes Pferd!!!" (G. Kaffenberger, WN 8.0, 2. Platz sehr souverän, das war unser allererster Stilgeländeritt Kl. A und Mamma Jockey hat ca. 2min lang die Luft angehalten. Ich habs wohl gemerkt tss. tsss....)
d) Kaisersesch, Hunter-Gelände 90er (2008, 1. Starterin): "Eine schöne Runde, 86%.... Das ist sehr gut" (nn, WN 86%, 2. Platz)
Und da war ich gar nicht fit. Jetzt bin ich wieder fit und freu mich auf die Nordsee. Wir fahren an den Strand!!! Yippie!!

Film: Geländetraining Indoor (TSF, Trakehner Sportförderung) mit Dibo 2007

Monday, July 06, 2009

Hurra! Tabbi und ich sind 3. Kreismeister 2009

Foto: Die Rosetten der Kreismeisterschaften, incl. die (GRÜNE) Platzierung von Birstein 2009
Nach einem sehr emotionalen und in der Hinsicht enttäuschenden Wochenende haben Tabbi und ich uns mit etwas Glück die Bronzemedaille bei der Kreismeisterschaft Main-Kinzigtal der Disziplin Vielseitigkeit in Birstein geholt!!
Ich denke, ein absolut verdientes Saisonhighlight.
Glück gehabt, da die anspruchsvolle E-Geländestrecke so angelegt war, daß 60% der Teilnehmer ausscheiden mußten. Dadurch sind auch die weiteren nach der Dressur noch vor mir liegenden Mitbewerber aus dem Rennen gewesen. Emotionen, weil ich leider wieder mit anderen den Eindruck teilte, daß Senioren in Kl. E unerwünscht sind - und dies nicht via Ausschreibung, sondern via schlechter Noten in den Prüfungen geahndet wird. Angesichts des Aufwands, den wir betreiben, finde ich dies wirklich enttäuschend. Sicherlich ist Notengebung immer etwas subjektiv, jedoch gibt es klare Linien/Richtlinien, denen eine Bewertung folgen sollte. Und dies war in Birstein ganz klar nicht gegeben!! Tabbi ist alle drei Teilprüfungen sehr schön und motiviert gelaufen, ich war auch weitestgehend gut drauf, der (mein) Rücken stört natürlich nach wie vor. Heute hat sich Tabbi jedenfalls erstmal einen Koppeltag verdient, und ich hoffe er kann ihn auch ohne Bremsenplage genießen!!

Monday, June 15, 2009

3x Lauterbach





Als kleiner Nachtrag zum Lehrgang in Lauterbach mit Annette Wyrwoll, den Micha mit Tabbi geritten hat (s. Fotos).

Mittlerweile waren wir noch bei Rolf (Petruschke) zum Training, aber leider war ich dort ziemlich gefrustet, weil mein Rücken weh tut. Wie war das (Oscar Wilde), das Pferd ist vorn gefährlich, hinten gefährlich und in der Mitte ziemlich unbequem.

Sinngemäß.

Tuesday, June 02, 2009

Sonntag, 30.5., Hammersbach

Mein Tabbi hat am Sonntag mit Micha sein erstes L-Stilspringen gelaufen und mit 7.5 gewonnen!!!

Saturday, May 30, 2009

Wanna share?


I really want to share this one with you - "in perfect harmony": 29 May, 2009




Tuesday, May 19, 2009

Our day

Photo: Sheriff and Schneckchen
Photo: "Bauer relaxed"

Well maybe this not too exciting times leave a little room to update the reader about "our day". Our typical day at the barn.
In theory, I am thinking about how to recover and get back in shape, for all of us. In theory, I discuss with the officials of the Hunterklasse in Germany about how to get this competition running more smoothly and professionally as there are some obvious bugs that need to be fixed.

In practice, however, we get up every morning at around 5h30. Tabbi and Landy are out there waiting for their first hay. They have hay available 24-h, but in the morning, they get a new load. Tabbi is - as usual - screening the surroundings as a good sheriff needs to know what's going on. Sometimes, though, Chris has found him lying and having a rest.--
A little later, around 6h30, both get their first real food. And while they eat, I usually clean the barn and make it ready for the day. And once that's done, I have my first coffee.
After that, our summer activity is "walking to the pasture". It is a 15mn walk and I tend to have one sheriff to stop and one Landy to pull (here I call him Schneckchen) at the same time. Might help get longer arms in the long run. Both boys are out there then for a half or full day, depending on the rest of the program.
Later, we go back. Grooming, riding etc. is on the schedule. And of course the evening meal. I think this standard program fits the minds of the boys pretty well - at least, I see no complaints of any sorts. As there is no stable and not too much water out there, they are happy to return to their "house" and up to now, they are motivated enough to work and move around. I will try to catch a pasture scene on video, it's real paradise: apple trees behind us, the lake with frogs and all kinds of birds in front of us. And cattle and other horses as neighbors.

Monday, May 18, 2009

Altenstadt I

Nachdem ich letztes Jahr vor Stolz über meine Wertnoten fast geplatzt wäre, schweige ich 2009 lieber darüber... Altenstadt, eine kombinierte Prfg. der Kl. E, sollte am letzten WE wieder eine Warmup-Runde darstellen.
Hier nur kurz die Analyse - mehr halte ich hier mal nicht fest:
a) Dressur: gemessen an unserem Null-Training eine wirklich passable Leistung - halbwegs zufrieden
b) Springen: ohne Worte, Tabasco hat das perfekt gemacht
c) Gelände: ganz schlimm, die schlimmste Runde die ich je hatte, mit einem Steher!!!!! Ich bin untertourig losgeritten, ad 2 war der Boden etwas "slippery" und da hätte ich Tabbi mehr unterstützen müssen im Sinne von Vorwärtsgaloppieren und dazu kam, daß wir die Gamaschen nicht nachgezogen hatten (die Prof. Choice), so daß sie ihm nass um die Fesseln schlabberten, was sein Springgefühl bestimmt nicht verbessert hat. Der Arme mal wieder.
Und Jockey hat am Ende einen dicken Anschiß vom TT bekommen. Platzierung war natürlich mit so einer Runde nicht mehr drin! Bad luck, aber selbst schuld. Achso, nach Dressur und Springen lag ich auf einem echt guten 7. Platz!

PS. Kurzbeschreibung der Geländestrecke: Der Boden war aufgrund der sintflutartigen Regenfälle der Vortage noch ziemlich nass und fühlte sich etwas "schwimmend" an. Sollte zwar mit Stollen kein Thema sein, war aber vom Reitgefühl etwas so, daß es nicht so griffig war, als daß die Pferde wirklich zugaloppieren wollten. Sprung 2 war dann dieser ominöse Obstkorb, ganz hinten auf der Wiese, weg vom Reitplatz - nun da hats gehangen. Daß es da bei vielen - bis hin zum ausscheiden - gehangen hat, tröstet mich nicht. Well. Sprung 4 war ein Entenhaus, daß für Kl. E auch nicht zu verachten war, die nächste etwas schwierigere Passage war die Kurve auf der Rennbahn zum Wassereinsprung, Billiard-Wasseraussprung und - absprung. Die Kurve ist nämlich für Buschtempo relativ eng... ansonsten will ich auch zum Kurs weiter nichts sagen.

Sunday, May 10, 2009

Marbach (Teil 2)

Anreise
Am Freitag konnte ich mittags zeitig aufbrechen, um mehr oder weniger in Ruhe nach Marbach zu fahren. Landy, der durchgeknallte Hannoveraner und Tabbi (der Sheriff), der ausgeglichene, abgedrehte Trakehner, waren auf der Koppel und somit zufrieden mit sich, der Welt und ihrer Situation. Am Donnerstag waren wir noch zum Freispringen, und beide Jungs haben in der Gymnastikreihe einen sehr guten Job gemacht!
Die Fahrt nach Süden lief recht gut (für Freitag nachmittags), und so war ich -ohne Verfahren- bereits gegen 16 Uhr in Marbach. Kurz hinter Metzingen war ich schon total begeistert von der Landschaft der schwäbischen Alb und hatte bereits eine vage Vorstellung, wie das Ambiente des ältesten deutschen Staatsgestüts als Veranstalter der einzigen deutschen Weltcup-Qualifikation Eventing 2009 sein könnte. Denn ich war ja noch nie dort!
Nun, und mindestens genauso war es denn auch. Weitläufiges Gelände, mit vielen alten, aber gut erhaltenen Stall- und Wohngebäuden. Große Sommerkoppeln, wo auch gerade die Stuten mit ihren Neugeborenen grasten. Stundenlang könnte man erfreut zusehen, wenn sich die Kleinen an ihre ersten Galopps wagen und miteinander über die Koppeln buckeln und rennen. Zuuuu schöööön. Habe mich bei einigen auch gefragt, welches Schicksal sie denn mit 3 Jahren einmal erwarten wird....

Das Team
Ich sage mal das Orga-Team, dem ich für einen Tag angehören durfte, wirkte auf mich von Anfang an sehr professionell und wie ein Team. Ich durfte sogar auf dem Gelände (in der Fahrschule) übernachten, so daß ich nach der Anreise mein Zimmer bezog und von da an alles zu Fuß erledigen konnte. Schön. Natürlich -und coolerweise- wartete gleich ein erster kleiner Job: Aufbau für die Verfassungsprüfung. Mit Sonja Theis zusammen fuhren wir ein paar Schilder "Inspection" sowie einen (Wende-)Baum und eine Bank für die Vets und Richter nach oben vor die Stallzelte. Natürlich in einem der Jeeps des Sponsors. Unten in der Arena waren gerade die 3* Dressuren beendet worden, und es herrschte reges Treiben in Vorbereitung auf die CIC* Verfassungsprüfung. Die Stallzelte haben auch immer ihr besonderes Flair, aber so sehr ich das Eventing schätze, so wenig weiß ich, 0b ich auf dieses Nomadenleben dauerhaft Lust hätte. Gesetzt den Fall, ich stünde vor der Situation, mir zu überlegen, ob ich das aktiv noch ein/zwei Jahre machen wollte. N.B.: Ich hätte aber heute auch in keinem anderen Beruf auf dieses Nomadenleben Lust, spätestens seit wir in Büdingen leben, möchte ich soviel wie möglich zuhause sein!

Verfassungsprüfung oder " Wir haben heute leider kein Foto für Dich"
Ich möchte ein paar Worte dazu sagen, denn so eine professionelle Verfassungsprüfung habe ich ja live bisher noch nie gesehen bzw. miterlebt. Die Verfassungsprüfungen, die wir in unserer A- und L-Vielseitigkeit bislang hatten, waren immer recht formlos und man trabte mal eben nach Beenden des Springparcours zu Fuß über einen Weg (oder so). Hier jedoch: Heidi Klum's Topmodel-Show könnte kaum spannender sein, die Damen in Miniröcken, feschen Schirmmützchen und auf Ballerinas oder eher ziemlich hochhackigen Schuhen, auch die Herren in ihrer Uniform oder zumindest fesch herausgebracht, als würden sie "heute mal wieder ein Foto" bekommen wollen! Die Pferde - geraten dabei fast zu Nebenakteuren - auch einer schicker als der andere. Alle speckig glänzend, meist mit Karomuster oder, man kann es noch toppen, mit einem akkurat gebürsteten Kleeblatt auf dem Hintern. Ich habe keinen gesehen, der in die Holding Box mußte. Leider können diese Worte das Amusement, das ich bei diesem Event empfunden habe, kaum wieder geben!!

Samstag und die Ponys
Meine Schätzchen, die Ponys, waren am Samstag früh mit Dressur und Springen dran. Am Freitag Abend habe ich noch an der Meldestelle Kirus Vorgängerin (im Job bei Gita Zühlsdorf) kennen gelernt und wir waren im Gutsgasthof super lecker essen! Die spätere 3* Siegerin Simone Deitermann hat auch grad dort gegessen, wahrscheinlich war das nicht nur lecker und nett, sondern gibt auch echt Power :-). Ich habe extra ein großes Bier getrunken, weil ich Angst hatte, daß ich nicht gut schlafen können würde... war dann aber nicht so. Also bin ich am Samstag im Frühnebel schön pünktlich um 6 Uhr nach oben gegangen. In den Stallzelten herrschte noch ziemliche Ruhe, einige Helfer waren am füttern, und auch in der Meldestelle wurden grad die Rechner für den Tag hochgefahren. Ich habe zunächst die Dressur mitprotokolliert, mit Irene Loucka. Die kannte ich ja auch noch nicht, der Chefrichter Dr. Helmut Mett hat erstmal in seinem (?) Jeep (? Was sonst?) alle Protokollbögen etc. mit in die Arena genommen, und wir waren dann 2 Stunden lang - gut versorgt, aber OHNE Toilettenpause - gut beschäftigt. Ich fand es sehr interessant. Die besten 5 Ponydressuren waren echt gut, nach hinten dann wurden m.E. aber auch einige sehr schwache Ritte gezeigt. Wir hatten einige Fragen ob der doch sehr unterschiedlichen Regularien von FN und FEI, was Ausrüstung, Gebisse, aber auch (später im Springen) die erlaubte Zahl an Verweigerungen angeht...
11h30 war dann das Springen, wo ich ebenfalls den Protokollbogen vor mir liegen hatte und aus dem Turm heraus alles gut beobachten konnte. Da gibts nicht viel zu sagen, außer daß der spätere Sieger - BIANCOSPINO KING DI COLLE DE SAN MARCO (!!!!!!!!!!!) ein wirklich superchices ,weißes Pony ist. Ich war ja am gespanntesten auf die (hochgelobte) Geländestrecke und nun, mittags, da der offizielle Helferjob ja bereits beendet war, machte ich mich sogleich auf den Marsch zum Cross. Die Ponystrecke (CCIP*) hätte ich auch (gern sogar) geritten, alles super trassiert, schön gebaut und zwei, drei Klippen, die für mich Späteinsteiger aber machbar gewesen wären. Die CIC* hatte einige echte Klippen drin, wo ich momentan sagen muß, die hätte ich jetzt so nicht reiten wollen. Dafür sind wir nicht genug im Training. Die CIC*** (da frage ich mich erst gar nicht ob ich die hätte reiten wollen, NEIN!!!) ist schon für meinen Geschmack ziemlich heftig, was Anforderungen an Pferd und Reiter angeht. Und da ich noch heim wollte, habe ich mir auch nur die ersten drei, vier Reiter der CIC*** angesehen, u.a. Andrew Hoy.

Samstag und ein unschöner Anblick
Naja, bevor es denn auch mit dem Sonnenbrand zuviel wurde, lief ich zurück Richtung Start bzw. Auto, und kam dabei am Vorbereitungsplatz vorbei, wo gerade - und wohl schon bereits seit ca. 15 Minuten - Air Jordan von Frank Ostholt kerzengrade in der Luft stand und m.E. ziemlich deutlich kommunizierte, daß irgendetwas nicht in Ordnung ist. Nun kenne ich weder das Pferd (außer vom TV, ein dermaßen geniales Pferd) noch diesen Reiter persönlich, dennoch - es war bis in die Startbox so, daß man ihn prügeln mußte, er stand quasi nur auf den Hinterbeinen und wehrte sich! - kann ich bei diesem einen Fall nur sagen: der hätte nicht starten dürfen! Und als Horseman hätte er nicht reiten dürfen. Das grenzt an Tierquälerei. Schade, daß ich das noch gesehen habe, denn es hat mich traurig gemacht und das insgesamte schöne Erlebnis Marbach ein wenig überschattet. --- Bin dann schnell nach Hause gefahren und hab meine 2 Buben - nein 3 Buben - geknuddelt. Die haben es gut...

PS: Ganz wichtig, meinen super herzlichen Glückwunsch an den Reiterkameraden Kai-Steffen Meier, der immerhin als Hesse (auf denselben kleinen Geländestrecken hier in Hessen seine reiterliche Karriere angefangen hat) und mit einem in Hessen selbst gezogenen Trakehner bei seinem Badminton-Debut an diesem WE 21. wurde!!! Wahnsinn!

Tuesday, April 28, 2009

... wir spielen Cowboy und Indianer

"Komm, hol das Lasso raus!" sagten wohl die Jungbullen der Nachbarkoppel heute morgen bei Ansicht ihrer Nachbarn (nämlich Landeur und Tabasco), wir spielen Cowboy und Indianer (yipp yipp!!). Sie entfernten sich aus ihrer Umzäunung und trabten recht flott an der Koppel vorbei (gottseidank an der Koppel, denn wer sich aus seiner Umzäunung freimachen kann, kann garantiert auch recht einfach einen Elektrozaun durchbrechen, um im Team mit Tabbi und Landy auf deren Koppel TORERO zu spielen.

So sagte ich also zu Chris, bitte lauf schnell zum Bauern Crispens und sag ihm, daß seine Jungbullen grad bei uns vorbeitraben, Richtung Frankfurt! Was er natürlich (als Marathonmann) auch tat. Dumm nur, ich bestehe den Eignungstest für Jungbauern garantiert nicht, daß es sich lt. Bauer Crispens nicht um Jungbullen (die Dinger hatten Hörner, aber keine Euter), sondern um Rinder handelte. WAS IST DER UNNERSCHIED ZWISCHEN EINEM BULLEN UND EINEM RIND? Ich denke das hat Tabbi und Landy auch weniger interessiert, dennoch war die ganze Aktion, inclusive die 45minuten Rettungsaktion, an der Chris sich beteiligte, aus unserer Sicht mal ein nettes neues Abenteuer vom Land. Eins ist sicher: Das Shirt von Chris kommt SOOOFOOORTTTT in die Waschmaschine!!!

Sunday, April 26, 2009

Formüberprüfung

Nun, die erste Formüberprüfung verlief erfolgreich, dennoch enttäuschend.

Gestern in Dieburg, eigentlich das klassische Saisoneröffnungsevent für die FN_Hunterklasse in Hessen, lief Tabasco für seinen ersten Parcours nach der langen Reha-Pause eine flotte, motivierte, und rhytmische Runde in der Hunter-95. Ich habe mich sauwohl gefühlt (wie meistens bei diesem Klasse-Pferd), dennoch haben die Richter unsere Runde (unkommentiert und unbegründet) mit einer 70% bewertet - was in diesem Fall eine wirklich hintere Rangierung bedeutete. Der Parcours war durchaus nach den Hunter-Richtlinien gebaut, mit vielen geraden Linien und Distanzen. Schade, daß naturnahe Elemente in diesem Jahr völlig fehlten, was erstrecht zu einer Einordnung in Punkt a) (s.u.) führt. SCHADE!
Von 20 Startern sind 5 ausgeschieden, mindestens 3 davon hätten sich besser zunächst einmal in der 75-er Klasse orientieren sollen, sprich: waren mit der Aufgabe überfordert.
Ich sehe die Hunterklasse in den meisten Fällen leider NICHT auf dem richtigen Weg, also nicht auf dem Weg, den die FN ihr seinerzeit zugedacht hat.
a) sind die Richtkriterien oft nicht bekannt, was dazu führt, daß es zu einem Stilspringen der Kl. E für Erwachsene degradiert
b) kommen noch immer - und insbesondere aufgrund der Senkung der Altersbeschränkung - zunehmend Reiter/innen ins Spiel, die nur auf die Altersgrenze warten, obwohl sie seit Jahren erfolgreich A und L /M reiten, und ganz klar NICHT als Wieder- oder Späteinsteiger gelten können. Deren Motivation ist ganz klar, mal eben gegen vermeintlich schwache Konkurrenz (nämlich die wirklichen Späteinsteiger) ein Schleifchen abzusahnen. SCHADE!
Ich denke, die FN als Initiator dieser klasse Prüfung muß dringend nacharbeiten in Bezug auf Richterschulungen!! Nicht hohe Nennergebnisse, sondern das Heranführen der wirklichen Zielgruppe an diese Prüfung muß das Ziel sein.

Motivation: Marbach

Als Motivation für das Eventing habe ich in Marbach am übernächsten Wochenende einen Schreibjob in der internationalen Pony- CIC* Prüfung. Freu mich total, denn ich war noch nie in Marbach. Kann sogar am Nachmittag dann die Weltcup-Geländeprüfung ansehen. Ein Lichtblick!

Wednesday, April 22, 2009

While you were riding...

Tja Ostern habe ich ein wenig mit Wehmut an den Saisonstart in Bielefeld und Kamp Lintfort gedacht... allemal bei dem Wetter! ---Wir konnten in Calbach völlig termin- und startzeitenfrei ein schönes Ostern genießen, mit einem phänomenalen Osterausritt, begleitet - am Himmel - von ungelogen mehereren hundert Heißluftballons, die von der Ronneburg aus zu einem Rundflug gestartet waren.
Dann war die Fertigstellung der Koppel angesagt. Ging, nachdem alle "Teile" da waren recht flott. Eckpfosten rein, 60 Patura Weidepfähle (Kunststoff), 600m Elektroband und das Gerät sowie die Isolatoren. Natürlich hat wie immer das Gros der Arbeit der Chef-TT Chris erledigt. Bereits morgens um 5h30 sagte er "am liebsten würde ich aufstehen und die Isolatoren reinschrauben" (!!!!!!!!), so daß das tatsächlich erleidigt war, noch bevor (!) der Brötchenwagen hier vorfuhr.
Meinen Rücken (der immernoch schmerzt) ignoriere ich im Bericht einfach. Und in der Realität auch.
Dann kam noch der Futterplan von der Leipziger Futteranalyse. D.h. einmal einkaufen bei Dr. Schaette (Ursonne, bin super gespannt obs hilft) und bei Krämer (Anbindehaken, div. Kleinigkeiten, die man halt unbedingt braucht und der obligatorische Besuch bei McDonald daneben), und dem pferdigen Vergnügen steht in den nächsten Wochen nichts im Weg.
Im Mai stehen noch Impfungen an, allemal Tollwut.
Tabbi und Landi gehts blendend, insbesondere den Weg zur Koppel legen sie schon in rekordverdächtiger Zeit zurück.