Sunday, April 26, 2009
Formüberprüfung
Gestern in Dieburg, eigentlich das klassische Saisoneröffnungsevent für die FN_Hunterklasse in Hessen, lief Tabasco für seinen ersten Parcours nach der langen Reha-Pause eine flotte, motivierte, und rhytmische Runde in der Hunter-95. Ich habe mich sauwohl gefühlt (wie meistens bei diesem Klasse-Pferd), dennoch haben die Richter unsere Runde (unkommentiert und unbegründet) mit einer 70% bewertet - was in diesem Fall eine wirklich hintere Rangierung bedeutete. Der Parcours war durchaus nach den Hunter-Richtlinien gebaut, mit vielen geraden Linien und Distanzen. Schade, daß naturnahe Elemente in diesem Jahr völlig fehlten, was erstrecht zu einer Einordnung in Punkt a) (s.u.) führt. SCHADE!
Von 20 Startern sind 5 ausgeschieden, mindestens 3 davon hätten sich besser zunächst einmal in der 75-er Klasse orientieren sollen, sprich: waren mit der Aufgabe überfordert.
Ich sehe die Hunterklasse in den meisten Fällen leider NICHT auf dem richtigen Weg, also nicht auf dem Weg, den die FN ihr seinerzeit zugedacht hat.
a) sind die Richtkriterien oft nicht bekannt, was dazu führt, daß es zu einem Stilspringen der Kl. E für Erwachsene degradiert
b) kommen noch immer - und insbesondere aufgrund der Senkung der Altersbeschränkung - zunehmend Reiter/innen ins Spiel, die nur auf die Altersgrenze warten, obwohl sie seit Jahren erfolgreich A und L /M reiten, und ganz klar NICHT als Wieder- oder Späteinsteiger gelten können. Deren Motivation ist ganz klar, mal eben gegen vermeintlich schwache Konkurrenz (nämlich die wirklichen Späteinsteiger) ein Schleifchen abzusahnen. SCHADE!
Ich denke, die FN als Initiator dieser klasse Prüfung muß dringend nacharbeiten in Bezug auf Richterschulungen!! Nicht hohe Nennergebnisse, sondern das Heranführen der wirklichen Zielgruppe an diese Prüfung muß das Ziel sein.
Thursday, August 02, 2007
Die (G)Oldie-Gebote (comments welcome)
1. Wir fördern Fairplay im Sport, sowohl unserem Partner Pferd als auch den Mitbewerbern gegenüber. Wir wenden uns gegen Unfairness, Doping und Überforderung dem Sportpartner Pferd gegenüber.
2. Horsemanship im Sinne der alten Meister steht auf der Liste unserer Ziele ganz oben. Wir möchten eine Vorbildrolle übernehmen und setzen alles daran, dass uns dies von unseren Ausbildern vermittelt wird.
3. Die ethischen Grundsätze der FN gelten entsprechend. Wir halten diese aktiv hoch und scheuen uns nicht, Reiter anzusprechen, die sich nicht an diese Grundsätze halten.
4. Wir sind jetzt (noch) sportlich aktiv, wir sind gleichzeitig die jetzigen und künftigen Förderer und Unterstützer des Nachwuchses im Reitsport.
5. Wir möchten guten Sport im Sinne der FN-Richtlinien zeigen und nicht belächelt werden. Wir schätzen das faire Urteil von Ausbildern und Richtern. Wir starten in Prüfungen, die uns reiterlich nicht überfordern. Wir möchten für unsere sportliche Leistung respektiert werden.
6. Sowohl im Parcours (FN-Hunterklasse) als auch im Gelände wünschen wir uns schöne, faire Kurse, die technisch und stilistisch einwandfrei zu bewältigen sind (nicht: schneller, höher, weiter) – Unser Ansinnen ist kein Leistungssport, sondern guter Sport (auf regionalem Niveau).